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Entführt und zwangsverheiratet

Willi Epp berichtet aus Kirgistan.

Willi Epp koordiniert die Arbeit von ERF Medien in Zentralasien. In seinem monatlichen Gebetsbrief berichtet er von aktuellen Entwicklungen und Gebetsanliegen. Den vollständigen Gebetsbrief herunterladen

Liebe Gebetsfreunde,

im Johannes–Evangelium Kapitel 4 wird uns eine Begegnung zwischen Jesus und einer Frau aus Samaria beschrieben. Als sie begriff, dass Jesus das hat, wonach sie sich schon immer gesehnt hat, brachte sie die Leute aus ihrer Stadt in Verbindung mit Jesus.

In Zentralasien spielen die Frauen auch eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Evangeliums.  Sie haben aber einen schweren Stand in der Gesellschaft. Deshalb wollen wir Ihnen in diesem Monat ganz besonders die Arbeit unter den Frauen zum Gebet anbefehlen.

Ihr Willi Epp

Entführt und zwangsverheiratet  

Frauen in Zentralasien                          © TWR

In einer Studie über Kirgisistan (2015) wurde Frauen unter anderem gefragt: „Wurden Sie von dem Bräutigam und seinen Freunden entführt und zur Ehe gezwungen?“ Von den 1669 befragten Frauen bestätigten das 14,4%. Auf dem Land war es sogar fast jede Fünfte. Dazu einige gekürzte Reaktionen unserer Schwestern aus Zentralasien:

Mit einem Verbot ist es nicht getan

„In unserem Land wird die Tradition des Brautraubs trotz Verbot nach wie vor praktiziert. Meiner Meinung nach darf ein Mädchen oder eine Frau nicht zwangsverheiratet werden. Um diesen Brauch zu unterbinden, ist es nicht mit einem Verbot getan."

Verwandte sind beteiligt

„Ja, bedauerlicherweise wird dieser Brauch in Kirgisistan noch praktiziert. Das Schlimme daran ist, dass Verwandte oft mitbeteiligt sind. Viele gestohlene Bräute bleiben im Hause ihres Entführers, weil sie glauben, es zu müssen. Sie denken, dass sie sonst bis ans Lebensende verflucht sind. Besonders in ländlichen Gegenden werden die Mädchen mit der Vorstellung, dass sie einmal gestohlen werden, erzogen. Ihre eigene Mutter wurde gestohlen, ebenso ihre älteren Schwestern."

Gebetsanliegen aus Zentralasien

1. Radiosendungen für Frauen: Bitte beten Sie, dass immer mehr Frauen auf die Sendungen stoßen. Und dass sie begreifen, dass wir einen Gott der Liebe und der Versöhnung in jeder Situation unseres Lebens haben.                                  

2. Schulung und Frauenkonferenz:  Im Juli 2016 ist eine Schulung für die Radiomitarbeiter und ihre Familien geplant,  ebenso eine Frauenkonferenz. Bitte begleiten Sie uns auf dieser Reise mit Ihren Gebeten.

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