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Gebetsbrief Zentralasien Mai

Willi Epp koordiniert die Arbeit von ERF Medien in Zentralasien. In seinem monatlichen Gebetsbrief berichtet er von aktuellen Entwicklungen und Gebetsanliegen.

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Liebe Gebetsfreunde,

viele von Ihnen haben für den Besuch unserer Geschwister aus Zentralasien gebetet. Und deshalb wollen wir in diesem Brief darüber berichten.

Es ist immer eine besondere Erfahrung, wenn Christen aus Zentralasien nach Deutschland kommen und erzählen, was sie in ihrem Glauben mit Jesus erleben und wie es der christlichen Gemeinde dort geht. Einen Satz betonten sie dabei ganz besonders: Die Gemeinde Jesu lebt. Trotz oder gerade in schwierigen Zeiten. Und das wollen wir als Überschrift in diesem Gebetsbrief festhalten: Die Gemeinde Jesu in Zentralasien lebt. Der Apostel Paulus schreibt über seine Erfahrungen: „Denn mir ist eine Tür aufgetan zu reichem Wirken; aber auch viele Widersacher sind da." 1. Kor.16,9.

Das beschreibt gut die Lage in den Ländern im Süden der ehemaligen UdSSR. Und für den Erhalt der offenen Türen wollen wir beten.

Ihr

Willi Epp

Das Leben der Gemeinden

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Unsere Gäste aus Zentralasien berichteten uns von Christen, die aufgrund der Gesetze in ihrem Land keine offiziellen Gottesdienste feiern dürfen. Einer von ihnen kaufte einen Kleinbus, sammelt andere ein und gemeinsam feiern sie Gottesdienst: während der Fahrt im Kleinbus. Anschließend lädt er seine „Gemeindemitglieder" aus und sammelt die nächsten ein. Eine Gemeinde auf Rädern. Not macht erfinderisch. Die Gemeinde Jesu in Zentralasien lebt.

Jesus verändert Menschen

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Ein kasachischer Bruder berichtete, dass er nahe dem Ural und dem Kaspischem Meer aufgewachsen sei. Als 19-Jähriger musste er miterleben, wie sein 25 Jahre alter Bruder im Ural ertrank. Er selbst hatte noch versucht ihn zu retten. Dieses traumatische Erlebnis brachte ihn auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Weil er diesen nicht fand, verfiel er dem Alkohol. Eine ältere Frau lud ihn in eine christliche Gemeinde ein. Dies hat sein Leben verändert. Fortan brauchte er keinen Alkohol mehr. Damals Student am Konservatorium, verlor er seine Ausbildung, weil er Christ geworden war. Er hat einen entscheidenden Beitrag in der kasachischen Radioverkündigung geleistet und heute ist er Pastor einer kasachischen Gemeinde.

Radio ist wichtig

In den meisten Staaten besteht keine Rede- und Meinungsfreiheit. Wer eine christliche Gemeinde aufsuche, stehe in der Gefahr bestraft zu werden. Deshalb sei die Verkündigung übers Radio die einzige Möglichkeit Menschen für den christlichen Glauben zu interessieren oder Christen darin zu bestärken. Die Radiosendungen seien „das Instrument, über das wir die Hoffnung für die Welt durch Jesus Christus in die entlegensten Dörfer bringen können", sagten uns unsere Brüder. Für den Erhalt dieser Möglichkeiten lasst uns weiterbeten.

Gott erhört Gebet:

1. Wir danken für die Bewahrung unserer Geschwister und für den Segen, den wir durch ihren Besuch erhalten haben.

2. Die turkmenische Aufnahmen, für die wir im letzten Monat gebeten haben, sind gut verlaufen. Es sind Texte für 93 neue Sendungen aufgezeichnet worden.

3. Wir sind dankbar, dass wir in den letzten Monaten viele Spenden für das neue Gebäude und Studio erhalten haben. Etwa 80 % der benötigten Mittel sind zusammen gekommen.

Evangelium über Smartphone

Viele Menschen bekommen allerdings in der heutigen Zeit ihre Informationen nicht mehr in erster Linie über das Radio. Smartphones breiten sich rasant aus. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Zentralasien. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, Menschen mit der christlichen Botschaft zu erreichen: nicht zu einer festgelegten Sendezeit, sondern dann, wenn der Smartphone-Nutzer Zeit hat. Es erfordert jedoch auch, dass christliche Werke wie der ERF neue Sendemöglichkeiten schaffen. Die meisten Handys nutzen als Betriebssystem entweder Android oder iOS. Für Android gibt es bereits eine App, die es ermöglicht christliche Angebote in Zentralasien in den gängigen Sprachen zu nutzen. Für iOS, welches für Apple-Geräte benötigt wird, fehlt dies noch. Der ERF und sein weltweiter Partner Trans World Radio sehen hier die Aufgabe, ein Angebot zu schaffen und möglichst viele User (Nutzer) zu erreichen, damit die christliche Botschaft auch auf den technischen Wegen unserer Zeit zu den Menschen kommt. Lassen Sie uns für dieses neue Medienangebot beten.

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