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Mit Gott auf dem Führerstand

 

„Als Kind hatte ich wie viele eine Modelleisenbahn. Und als dann meine Schwester einen Lokführer geheiratet hat, rückte mein Traum immer näher.“ Hans-Jürgen Schwarzes Wunsch ist wahr geworden. Seit 35 Jahren befördert er Güter quer durch Deutschland. Und auch nach so langer Zeit gibt es immer noch Momente echter Lokführerromantik. Schwarze kommt ins Schwärmen: „Besonders gerne fahr ich im Winter, wenn die Bäume schneebedeckt sind. An der Fahrleitung sind dann Eiskristalle, die knistern beim Fahren. Und nachts blitzen sie. Das ist dann wie in einem alten Kinofilm.“

Hans-Jürgen Schwarze empfindet den Blick aus dem Führerstand oft als ein Geschenk Gottes. Er genießt die Schöpfung, die an ihm vorbeizieht. „Vor jeder Fahrt bete ich. Ich bin praktisch nie alleine auf der Lok. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind immer dabei. Aber die brauchen ja keinen Sitzplatz und deshalb steht neben mir immer mein Rucksack.“

Ein Job mit großer Verantwortung

Hans-Jürgen Schwarze schmunzelt, aber er weiß, dass er einen Job mit hoher Verantwortung hat. Jedes Jahr muss er sich von neuem auf seine Fahrtauglichkeit testen lassen. Ein Fehler mit bis zu 740 Metern an Ladung und Waggons im Rücken kann fatale Folgen haben. Doch Schwarze hat schon ganz praktisch erlebt, wie Gott ihm beisteht. Zum Beispiel als seine Lok plötzlich nur noch mit halber Kraft fährt. „Da meinte der Lokdisponent: Ich solle mal beten, dass ich's noch schaffe bis zum Zielbahnhof.“ Schwarze tut es  – und kann einen Fehler beseitigen, dessen Behebung bisher so nicht in der Betriebsanleitung verzeichnet war.

Für die Opfer von Bad Aibling gebetet

Doch es gibt wesentlich schwerwiegendere Probleme. Der Lokführer hat in 35 Jahren keinen einzigen Unfall mit Personenschaden erlebt. Das sei nicht selbstverständlich, betont Schwarze und bezeichnet dies als Bewahrung. Als die Nachricht vom schweren Unglück in Bad Aibling die Runde machte, saß Hans-Jürgen Schwarze gerade mit Lokführer-Kollegen vom Verein Christen bei der Bahn zusammen. Sie beteten für die Betroffenen, Verletzte, Angehörige und auch den Fahrdienstleiter.

Hans-Jürgen Schwarze ist sich sicher, dass Gott denen, die einen Verwandten oder Freund in diesen Tagen betrauern müssen, ganz besonders nah ist.  Auch wenn die Frage offen bleibt: Warum musste das alles passieren?


Für weitere Informationen besuchen Sie die Homepage der Christlichen Vereinigung Deutscher Eisenbahner oder der International Railway Mission.

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