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Hilfsfonds für Notleidende in Ostafrika

Afrika leidet unter der schlimmsten Hungersnot seit 60 Jahren. Stephanie Neeb erklärt, wie der Hilfsfonds von ERF Medien helfen kann.

Mehr als 10 Millionen Menschen sind am Horn von Afrika von einer gewaltigen Hungersnot betroffen. Die Gründe dafür liegen vor allem im ausbleibenden Regen und den steigenden Lebensmittelpreisen. Viele Menschen flüchten aus Somalia nach Kenia, wo die Flüchtlingslager jedoch überfüllt und ebenfalls nicht ausreichend mit Lebensmitteln und Trinkwasser ausgestattet sind. Ohne Hilfe von außen ist die Lage nicht in den Griff zu bekommen. ERF Medien hat daher einen Hilfsfonds für Ostafrika eingerichtet. Im Interview berichtet Stephanie Neeb von ERF International, wie es den Menschen ergeht, welche Nöte sie haben und wie Sie die Menschen mit dem Hilfsfonds unterstützen können.

ERF Online: Frau Neeb, Ostafrika leidet unter einer der größten Hungerkatastrophen seit 60 Jahren. Welche Regionen sind dabei am stärksten betroffen und was brauchen die Menschen am nötigsten?

Stephanie Neeb: Besonders betroffen sind die Länder Kenia, Somalia und Äthiopien. Aus Somalia fliehen viele Menschen nach Kenia, weil in Somalia Anarchie herrscht und es derzeit keine zentrale Regierung gibt. Zudem gibt es in einigen Regionen des Landes islamistische Milizen. Diese leugnen, dass es eine Hungersnot gibt, behindern die Arbeit der Hilfsorganisationen und verhindern, dass Menschen die nötigste Hilfe bekommen. Auch in Äthiopien sowie in anderen ostafrikanischen Ländern leiden die Menschen unter der Dürre.

Am dringendsten benötigen die Flüchtlinge Nahrungsmittel und Wasser. Außerdem brauchen sie dringend Medikamente, denn viele Menschen sind durch die Dürre und den Hunger oder nach einem langen Fluchtweg krank oder erschöpft.

ERF Online: Viele Menschen sind so verzweifelt, dass Sie aus Ihren Ortschaften flüchten. Wie muss man sich die Situation in den Flüchtlingslagern vorstellen? Geht es den Menschen dort wirklich besser?

Stephanie Neeb: Es gibt in Kenia zurzeit vier Flüchtlingslager. Das größte ist das Lager Dadaab, das derzeit größte Flüchtlingslager der Welt. Aber diese Lager sind zurzeit extrem überfüllt. In Dadaab leben bereits 400.000 Menschen und täglich kommen zirka 1000 hinzu. Mittlerweile finden die Menschen, die in die Flüchtlingslager kommen, oft nicht einmal ein Zelt, in dem sie  übernachten könnten. Sie bleiben da, wo sie ankommen und versuchen sich zurechtzufinden. Viele sind krank und besonders die Kinder leiden sehr. Einige von ihnen sind so schwach, dass sie gar nichts zu sich nehmen können und intravenös ernährt werden müssen. Mittlerweile sind schon sehr viele gestorben oder befinden sich in Lebensgefahr.

Bild: humedica.org

ERF Online: ERF Medien hat einen Hilfsfond für Ostafrika eingerichtet. Wer erhält die Spenden?

Stephanie Neeb: Wir leiten die Spenden an christliche Partnerorganisationen und Missionswerke weiter, mit denen wir regelmäßig Kontakt haben oder mit denen wir bereits in anderen Bereichen zusammenarbeiten. Diese haben in Ostafrika schon Projekte für die hungernden Menschen initiiert und sind direkt vor Ort. Sie geben den Menschen in den betroffenen Regionen und in den Flüchtlingslagern Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente weiter.

ERF Online: ERF ist ein Medienunternehmen – warum engagiert sich der ERF für die Menschen in Ostafrika?

Stephanie Neeb: Wir arbeiten international mit TWR (früher Trans World Radio), zusammen. TWR produziert weltweit in über 200 Sprachen und hat auch Büros und Studios in Afrika. TWR Afrika produziert dort seit 25 Jahren christliche Radioprogramme (Afrika soll leben), die auf die Ursachen von Armut eingehen und die ERF Medien unterstützt.

So gibt es zum Beispiel Sendungen zum Thema Versöhnung. Viele Regionen in Afrika sind Bürgerkriegsregionen - Länder, in denen es ethnische Unruhen gibt, wie zum Beispiel in den neunziger Jahren in Ruanda oder Burundi. Laut Angaben der UNO gehören Kriege, Bürgerkriege und ethnische Konflikte zu den Hauptursachen von Armut in Afrika. Diese Radioprogramme von TWR in Afrika sollen dabei helfen, einen Bewusstseinswandel bei den Menschen herbeizuführen, sodass Versöhnung möglich wird. Die Programme können also auch dazu führen, dass Armut langfristig abgebaut wird. Sie können über UKW-Sender in den Regionen Kenias gehört werden, die von der Dürre und der Hungersnot betroffen ist – und über Kurzwelle auch regional in ganz Ostafrika.


Sie möchten spenden? Weitere Informationen zum Hilfsfond von ERF Medien für Ostafrika finden Sie hier.


Kommentare

Von Die Redaktion am .

Es befinden sich lediglich zwei Links im Text. Diese funktionieren bei uns (Google Chrome) einwandfrei.

Von siedentop am .

Leider kann man die links nicht öffnen. Woran liegt das?

Von Die Redaktion am .

Vielen Dank für den Hinweis, Michael. Sie hatten natürlich Recht. Die Verlinkung war nicht mehr aktuell. Wir haben das jetzt korrigiert.

Von Michael am .

Der Link zur Spendenseite funktioniert nicht.

Von Orfeus am .

Wirklich "christlich", dass der ERF gegen die entsetzliche Not in Somalia/Ostafrika sich beteiligt. Und zwar durch Gebete UND konkrete Hilfen!
"Gott, bitte hilf DU, dass es endlich wieder regnet dort!
Und dass die Welt - wir alle - Hilfe leisten können, trotz der irren islamistischen Shadab-Milizen! Bitte, Herr !"

Von Margot F. am .

Es ist viel Speise in den Furchen der Armen, aber wo kein Recht ist da ist Verderben.
Es geht in Ostafrika wohl um mehr als die Hungersnot.# wirklich helfen kann nur der heilige Geist und die Menschen, die in Not geraten sind heilen und von ihrer Armut befreien.
Ich bete, dass Jesus eingreift und seine Liebe durchdringt. Wir können nur von aussen helfen. Aber Gott heilt,die zerbrochenen Herzens sind und verbindet ihre Wunden. - "Nur Jesus rettet"


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