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bibletunes: Jesus der Jude (2)
In der zweiten Folge räumt Guido Baltes mit Vorurteilen über Jesus und Juden auf.
Jesus in seiner jüdischen Welt verstehen
Wie lässt sich Jesus innerhalb der jüdischen Welt seiner Zeit einordnen? Assaf Zeevi zeigt bei bibletunes, warum Jesus am ehesten der Gruppe der Chassidim, der „Frommen“, zugeordnet werden kann. Diese zeichneten sich durch soziale Verantwortung, Wundertätigkeit und charismatische Autorität aus. Auch Jesu Gleichnisse und Bibelauslegungen weisen typische Merkmale des jüdischen Auslegungssystems Midrasch auf. Zudem erklärt Zeevi die Bedeutung der „himmlischen Stimme“ – der Bat Kol – bei Jesu Taufe.
Guido Baltes erzählt anschließend von seiner eigenen Lernreise in die jüdische Welt Jesu. Durch mehrere Jahre in Israel, durch Schabbatfeiern, Synagogenbesuche und jüdische Feste wurden ihm biblische Texte neu lebendig. Dabei erkannte er auch, wie stark christliche Vorstellungen vom Judentum bis heute von antijüdischen Traditionen geprägt sein können. Warum werden Juden im Neuen Testament oft automatisch als Gegner Jesu dargestellt? Und wie beeinflusst das unsere Bibelauslegung?
Eine Sendung von bibletunes über Jesus als jüdischen Lehrer, über jüdische Auslegungstraditionen und über die Bedeutung eines geschärften Blicks auf das Judentum.
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Ihr Kommentar
Kommentare (4)
Liebes Team des ERF, ich bin dankbar für die neue Serie und Ihren Mut, sich diesem Thema zu stellen, das aufgrund der komplexen, mit unendlich viel Leid auf allen Seiten aufgeladenen Situation im … mehrNahen Osten auch sehr kritische Reaktionen hervorruft. Wir haben als Christen aber die Chance, uns geleitet von SEINEM GEIST, auf andere Positionen einzulassen, anders als im Netz mittlerweile verbreitet.
Ich habe das in Deutschland seltene Privileg, jüdische Freunde zu haben und erlebe erhalten auch die menschlichen Auswirkungen des extremen Hasses, der sogar schon Schulkindern entgegenschlägt.
Auch meine jüdischen Freunde hoffen, wie momentan die Mehrheit, dass bei der anstehenden Wahl in Israel eine Koalition möglich wird ohne die Parteien Religiöser Zionismus, Shas usw. Selbst wählen können Sie nicht, dazu muss man Israeli sein und am Tag der Wahl in Israel (keine Briefwahl).
Biblisch gab es natürlich Gegner wie Unterstützer (Jünger) die Juden waren, entscheidend ist vor allem, dass JESUS Jude war. Bei G'TT gibt es keine Zufälle. ER wurde also absichtlich Mensch gerade zur Zeit des 2. Tempels in der jüdischen Welt, als Jude. Dieser Kontext ist also Teil des Heilsgeschehens, nötig um SEIN Wort und Wirken zu verstehen. Vom heutigen rabbinischen Judentum inkl Kabbalah unterscheidet sich das natürlich, ist aber trotzdem hilfreich. ER leite uns dabei durch SEINEN GEIST der Liebe und Wahrheit.
... Doch dies kann nicht die Lösung sein, sondern der Wahrheit in die Augen sehen, Unrecht benennen, selbstverständlich auch bei den Juden (wie das ja auch Jesus tat), und sich dem … mehr(ungerechtfertigten) Vorwurf des Antisemitismus aussetzen (analog Jesus, der den damaligen jüdischen Chauvinismus anprangerte). Ich würde mir wirklich wünschen, dass viele Christen merken, dass die Nachfolge von Jesus Christus nicht vereinbar ist mit dem sogenannten christlichen Zionismus.
Für mich ist es auch erstaunlich, wie der ERF sich zum modernen Staat Israel stellt. Statt aus der neutestamentlich christlichen Perspektive auf Israel zu schauen, wird vornehmlich pro-israelisch und … mehrkabbalistisch-inspiriert argumentiert: in der Regel sind da die Juden die Guten und die Araber sind die Bösen. Dass dies so nicht stimmt, erkennt man schnell beim Bibellesen, gerade auch des Neuen Testamentes. Geschichtlich orientiert sich der ERF ebenfalls an der zionistischen Lesart, die aber von den Neuen israelischen Historikern eindrücklich widerlegt worden ist. Ich finde es kontraproduktiv, wenn sich der ERF auf die Seite Israels stellt und prinzipiell die palästinensische Seite ausblendet oder falsch darstellt. Und dies als gerecht und göttlich gewollt und irgendwie christlich bezeichnet. Wer sozusagen im Namen Gottes Ungerechtigkeit fördert, macht sich zusätzlich massiv schuldig. Der 'angeblich' gute Zweck heiligt nicht die Mittel. Statt dass Christen, und der ERF, Gerechtigkeit an erster Stelle setzen, wird in der Israelfrage der Kampf gegen Antisemitismus als wichtiger erachtet. Und weil die Kluft zwischen Gerechtigkeit und Antisemitismusbekämpfung immer weiter aufgeht, werden die Bemühungen, die Ungerechtigkeit zu leugnen (Diffamierungen wie ‘Israelkritiker sind Antisemiten!’ und ‘die Palästinenser sind Terroristen’) und zu relativieren (Whataboutismus, etc), intensiviert und kommen bei vielen Christen reflexartig. Doch dies kann nicht die Lösung sein, sondern der Wahr
Es ist nicht zu leugnen, dass sich viele Juden gegen Jesus gestellt haben. Und dass das heutige Judentum mit demjenigen zur Zeit Jesu nicht mehr viel gemein hat. Nach der Zerstörung des Tempels und … mehrder Neuorientierung in Jamnia entfernte sich das Judentum noch weiter vom Ursprung. Deshalb halte ich eine unkritische Annäherung der Christen ans Judentum für falsch.