/ Das Gespräch
Christen in den USA
Welches Selbstverständnis haben Christen in den USA auch in Bezug auf die Politik?
Der Mordanschlag auf den Christen und politischen Aktivisten Charlie Kirk hat weltweit für Entsetzen und Schlagzeilen gesorgt. Schnell war eine Einordnung getroffen. Für die einen war Charlie Kirk ein rechtskonservativer politischer Aktivist und Unterstützer von US-Präsident Donald Trump, für die anderen ein auch politisch engagierter überzeugter Christ, der seine Glaubenswerte verteten hat.
Was jedoch oft in der Zuordnung übersehen wurde und wird, ist die besondere Verbindung von christlichem Glauben und Politik in den USA, die auch historische Wurzeln in der Gründungsgeschichte der USA hat. Über die Christen in den USA, über mögliche Missverständnisse und aktuelle Entwicklungen spricht Horst Kretschi mit Prof. Dr. Joel White von der Freien Theologischen Hoschschule in Giessen.
© Generiert mit KI Светлана Воротняк/
Ihr Kommentar
Kommentare (8)
War sehr interessant, danke.
Ich möchte zum Thema den Podcast von Thorsten Dietz empfehlen:
Das Wort und das Fleisch, Folge: Der christliche Nationalismus in den USA; sehr fundiert, auch, was die christlichen Wurzeln betrifft...
Vielen Dank für dieses Gespräch, das für mich sehr hilfreich war zur Einordnung. Ulrich Schulte (Pastor im BFP)
Leider blieb das Gespräch deutlich unter seinen Möglichkeiten, da Herr Joel White von der Freien Theologischen Hochschule Gießen viele entscheidende Fakten unerwähnt ließ. Auf der Trauerfeier für den … mehrermordeten Charlie Kirk sprach unter anderem auch Rob McCoy, der gemeinsam mit ihm Turning Point USA Faith aufgebaut hatte. Gerade dieser Zusammenhang hätte gezeigt, dass Kirk tief in einem geistlichen Netzwerk verwurzelt war. Außerdem wäre es wichtig gewesen, darauf hinzuweisen, dass Charlie Kirk stark von Frank Turek geprägt wurde, der seinerseits Schüler des bekannten Theologen und Apologeten Norman Geisler war. Gemeinsam verfassten Turek und Geisler das Werk Legislating Morality, in dem sie darlegen, dass jede Gesetzgebung zwangsläufig eine Moral bevorzugt – und dass deshalb biblische Prinzipien die Grundlage sein sollten, nicht progressive Ideologien. Auch das bekannte Schema 12 Points That Show Christianity is True, das Kirks Denken beeinflusste, erwähnte White nicht. Stattdessen beschränkte er sich darauf, zu betonen, er sei ein „Never Trumper“ und könne Kirks Unterstützung für Trump nicht nachvollziehen. Damit verpasste er die Chance, die Hintergründe und die innere Logik von Kirks Position sachlich und fair darzustellen.
Meine Meinung ist:
Leider verharmlost Herr Joel White als Never Trumper die starken sozialistischen Strömungen innerhalb der Demokratischen Partei in den USA.
Historische Entwicklungen seit der … mehrÄra Roosevelt zeigen, wie stark sich der Liberalismus in den USA in Richtung Despotismus verschoben hat. Viele Bewegungen der amerikanischen Linken – von der studentischen Neuen Linken über die feministische Bewegung bis hin zur Identitätspolitik – haben nicht nur die politische Kultur radikal verändert, sondern auch die Prinzipien von Freiheit und Selbstverantwortung untergraben. Heute zeigen die Demokraten häufig deutliche sozialistische Züge, indem sie staatliche Eingriffe und Umverteilungspolitik propagieren und traditionelle Institutionen schwächen. Ähnlich wie in der DDR, die nie eine echte Demokratie war, werden demokratische Werte zunehmend durch ideologische Agenden ersetzt. Die Realität ist, dass die amerikanische Linke längst viele Praktiken verfolgt, die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit gefährden – und dies darf nicht verharmlost werden.
Meine Meinung ist:
Herr Charlie Kirk war ein Vertreter der dritten Welle und somit ein eifriger Unterstützer von Herrn Donald Trump.
Dies wird besonders deutlich, wenn man die Unterschiede … mehrzwischen der zweiten und dritten Welle des amerikanischen Konservativismus betrachtet. Während die Freiheitskonservativen der zweiten Welle, wie Paul Ryan oder Mike Pence, vor allem auf individuelle Rechte, freie Märkte und begrenzte staatliche Eingriffe setzen und politische Konflikte eher als zivilisierten Diskurs sehen, betonen Nationalkonservative der dritten Welle, wie Herr Kirk, nationale Souveränität, kulturelle Identität und patriotische Werte. Herr Kirk unterstützt aktiv Initiativen, die Trumps Agenda fördern, darunter restriktivere Einwanderungspolitik, patriotische Bildung und Widerstand gegen die „woke“-Bewegung. Sein Engagement zeigt, dass er die Prinzipien der dritten Welle teilt, politische Kämpfe als existenziell ansieht und die kulturelle und nationale Dimension des Konservatismus stark betont, was ihn klar von den Vertretern der zweiten Welle unterscheidet.
Ja, leider werden in unseren Medien stark polarisiert berichtet. Deswegen lese und höre ich lieber Nachrichten in Englisch oder Spanisch. So kann ich mir meine eigene Meinung bilden und noch das Suggerierte.
Ein sehr interessant-informatives, aufschlussreiches, auch in privater Hinsicht für mich hilfreiches Gespräch, das ich mir gerne heruntergeladen habe, um es in größerer Ruhe bei Gelegenheit wieder … mehreinmal anzuhören, als es für mich heute der Fall war. Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe. Ich wünsche Gottes reichen Segen für Ihrer beider Arbeit - and be blessed by our dearest Lord and Savior Jesus Christ with best wishes - von Ihrer Schwester im HErrn :-)