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/ Spruch des Tages

Institutionalisiertes Gedächtnis

2. Mose 19,4b

Der Mensch ist ein ambivalentes Wesen. Das Schlechte merken wir uns. Das Gute dagegen vergessen wir leicht. Wie der Hauch eines Windzugs geht es verloren und kommt nicht mehr wieder. Wäre es nicht besser anders herum? Das Schlechte zu vergessen und das Gute zu behalten? Gott wusste wohl um unser selektives Gedächtnis. Darum verordnete er seinem Volk – den Israeliten - schon in grauer Vorzeit, sich an das Gute zu erinnern. Ich nenne das „institutionalisiertes Gedächtnis“. Und woran sollte sich die Menschen erinnern? Dass Gott sein Volk in der schwersten Not nicht allein gelassen hat. „Ihr habt erlebt, wie ich euch getragen habe wie ein Adler seine Jungen. Ich habe euch wohlbehalten hierher zu mir gebracht“, heißt es im Buch Exodus. (2. Mose 19,4b)

An welches Gute, das Gott mir getan hat, sollte ich mich erinnern? Was sollte ich nicht vergessen?

Heiko Brattig