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/ Spruch des Tages

Ich wünschte, du wärst tot

Lukas 15,12

Die Geschichte vom verlorenen Sohn in der Bibel beginnt mit einem Schlag ins Gesicht. Da sagt ein Sohn zu seinem Vater: „Ich möchte schon jetzt den Teil der Erbschaft haben, der mir zusteht.“ (Lukas 15,12) – Im Grunde sagt er damit „Ich wünschte, du wärst tot.“ (sonst kann man ja nicht erben). BÄMM!! Die Verletzung sitzt tief. Was würdet ihr tun? Das Gleichnis geht weiter mit der Reaktion des Vaters: „Da teilte der Vater seinen Besitz unter seine Söhne auf.“ … Wieso tut er das? Ich denke, es geht um Freiheit. Hätte der Vater dem Sohn eine Retourkutsche verpasst oder ihn zum Bleiben gezwungen, wäre der Sohn ja trotzdem nicht fröhlich vor Ort geblieben. So ist Gott. Er lässt jeder und jedem die Freiheit, selbst wenn das bedeutet, sie ins Unglück laufen zu sehen. Und jedes Mal bricht es ihm das Herz. Aber es geht eben um Freiheit.

Mirjam Langenbach