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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Politisch korrekt?

Gedanken von Jens Kilian zum Bibeltext 2. Mose 22,27.

Gott sollst du nicht lästern, und einem Obersten in deinem Volk sollst du nicht fluchen.

2. Mose 22,27

Machen die Politiker in unserem Land ihre Arbeit gut? Wie zufrieden sind Sie mit unserer Regierung? Wenn man sich Umfragewerte anschaut, hat man den Eindruck, dass Politiker in unserem Land immer kritischer gesehen werden und die Unzufriedenheit kontinuierlich wächst.

In welchem Staat würden Sie gerne wohnen, wo sind die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse so, dass Sie sich dort wohlfühlen würden? Ehrlich gesagt ist die Liste der Länder, die mir zu dieser Frage einfällt, nicht besonders lang. Ich lebe im Grunde doch gerne hier in Deutschland. Unser Staat ist nicht nur wohlhabend, sondern auch politisch vergleichsweise stabil.

Ich möchte nicht sagen, dass in der Politik alles richtig läuft und es keine Missstände gibt. Aber haben Sie mal darüber nachgedacht, unter welchen politischen Umständen Jesus lebte? Israel ist von den Römern besetzt, die Menschen werden unterdrückt und es gibt viel staatliche Ungerechtigkeit. Die Juden hoffen auf einen Messias, der sie von den Römern befreit. Aber Jesus erfüllt diese Hoffnung nicht. Jesus kämpft keinen politischen Freiheitskampf. Er akzeptiert die Obrigkeit mit den Worten „Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist.“

Schon im 22. Kapitel des 2. Buch Mose steht: Gott sollst du nicht lästern, und einem Obersten in deinem Volk sollst du nicht fluchen.

Wir alle gefährden unseren Staat und unser friedliches Zusammenleben, wenn wir über die Regierenden in unserem Land fluchen, schimpfen und sie in den Schmutz ziehen. Im Sinn der Bibel wäre es eher angebracht, für die politisch Verantwortlichen zu beten. Vielleicht ist es an der Zeit, das eigene Verhalten zu hinterfragen und nicht nur das der Politiker.

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Kommentare (6)

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Jutta /

Ich danke allen, die hier Beiträge verfasst haben. Jeder von euch hat seinen Teil zu etwas Sinnvollem beigetragen. Es erinnert mich an den Apostel Paulus, der die Gemeinde mit einem Leib verglich. … mehr

Andrea F. /

Sehr geehrter Herr Kilian! Ich bin sehr dafür für die Obrigkeit zu beten. Aber ich finde nicht, dass wir Menschen die Politiker in den Schmutz ziehen, das machen sie schon selber. Als Beispiel möchte … mehr

Jutta /

Ich danke Ihnen für diesen weisen Beitrag! Als ich die Überschrift "Politisch korrekt" las, war ich skeptisch und bei den ersten Zeilen (ehrlich gesagt) auch.
Jeder von uns gestaltet das politische … mehr

Sabine /

Lieber Herr Kilian, da haben Sie Worte geschrieben, die mich sehr berühren und zum Nachdenken bringen. Ich bin oft über die Politiker am schimpfen. Ich möchte lernen, für sie zu beten.
Danke für Ihren guten Anstoß!

Dieter B, /

Ein sehr guter Beitrag zur Lage der Nation. Durch bloßes Nörgeln erreichen wir nämlich wieder Zustände wie nach dem ersten Weltkrieg - und zu was das geführt hat, wissen wir ja! (Wasser auf die Mühlen der AfD.)

Peter J. /

Es ist schon interessant, dass zur Frage des Christen mit politischer Autorität meist nur der erste Teil der Antwort Jesu auf die Fangfrage über das Steuerzahlen zitiert wird: Gebt dem Kaiser, was … mehr

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