/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Immer und überall erkennbar
Gedanken von Horst Kretschi über den Bibeltext Kolosser 3,17.
Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Wie sollen Menschen, die an Jesus Christus glauben, ihr Leben gestalten? Das ist eine der wesentlichen Fragen im Neuen Testament der Bibel. Sehr ausführlich und grundsätzlich behandelt der Apostel Paulus dieses Thema in seinem Brief an die Gemeinde im kleinasiatischen Kolossä, der auch in der Gemeinde in der Nachbarstadt Laodizea verlesen werden sollte (Kolosser 4,16). Seine Ausführungen fasst Paulus in einem Satz so zusammen: „All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.“ (Kolosser 3,17 / HfA)
Egal was ich mache, ob ich an der Supermarktkasse in der Schlange stehe, ob ich mit dem Zug fahre oder bei der Stadtverwaltung ein Anliegen habe, immer sollen Menschen erkennen, dass Jesus Christus mein Herr ist, mit dem ich verbunden bin und der mein Leben bestimmt. Was aber genau bedeutet das?
Paulus erklärt es damals; und das gilt auch noch heute. Er schreibt: „Redet nicht schlecht übereinander und beleidigt niemanden!“ (Kolosser 3,8) Herzliches Mitgefühl soll das Leben von Christen bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld. (Kolosser 3,12) Das sollen Menschen erleben, wenn sie Christen begegnen. Die Frage an mich, der Jesus nachfolgt, ist daher, ob andere Menschen genau das sehen, wenn sie mich reden und handeln hören.
Jetzt könnte man einwenden: Das mit der Nachsicht und Geduld ist aber eine ganz schöne Herausforderung. Denn andere Menschen verhalten sich mitunter so, dass es für mich schwierig ist, dass ich nachsichtig und geduldig bin. Aber Paulus erklärt, wie es möglich wird. Wenn die Verbindung mit Jesus besteht, dann kann ich Gott für alles dankbar sein. Ich kann auch für die Menschen danken, deren Meinung ich nicht teile, deren Ansichten ich für völlig falsch halte oder die mir blöd kommen, an der Supermarktkasse, beim Zugfahren oder auf der Stadtverwaltung.
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