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Eine Stadt und ihre Geschichte mit Gott
300 Jahren Herrnhut: Sonderausstellung.
Das mächtige Axtblatt hat Patina angesetzt, doch es strahlt Tatkraft aus: Die Sonderausstellung präsentiert das Breitbeil des Ortsgründers Christian David in einer Glas-Vitrine.
Die zierlichen weißen Schwesternhauben wirken antiquiert, doch sie sind Zeichen des Fortschritts: „Die Hauben wurden eingeführt, um den Frauen eine einheitliche Kopfbedeckung zu geben. So hat die Gräfin die gleiche Haube getragen wie die Dienstmagd – als Zeichen: Vor Gott sind wir alle gleich,“ erklärt Peter Vogt, Pfarrer der Herrnhuter Brüdergemeine und Mitkurator.
Zahlreiche Dokumente, Artefakte und Exponate dokumentieren die 300-jährige Stadtgeschichte, die mit der Ansiedlung protestantischer Glaubensflüchtlinge 1722 ihren Anfang nahm und die ohne die Herrnhuter Brüdergemeine und ihr weltweites Wirken nicht denkbar ist.
Neben den Utensilien der Herrnhuter Lospraxis entdeckt der Gast die erste handschriftliche Gemeindeordnung von 1727, ein Tee-Service für die Feier des Liebesmahls und Artefakte wie eine Sandale aus Surinam, die die Herrnhuter Missionare als Andenken mit zurück nach Herrnhut brachten.
Präsentiert wird die Ausstellung im Herrnhuter Völkerkundemuseum in Zusammenarbeit mit der Brüdergemeine Herrnhut, dem Unitätsarchiv, dem Heimatmuseum und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Der Titel: „Aufbruch. Netz. Erinnerung – 300 Jahre Herrnhut“. Regina König lädt ein zu einem Rundgang gemeinsam mit Pfarrer Peter Vogt.
© luaeva /
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