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/ Das Gespräch

Das Tabu der Trauer durchbrechen (Folge 1)

In der ersten Folge des Podcasts "Trauerzeiten" spricht Hans Hohmeyer mit Psychotherapeutin Martina Weiss über den Umgang mit Verlusten.

Was ist Trauer eigentlich – und warum fällt es so schwer, offen darüber zu sprechen? Wie findet man die richtigen Worte für Trauernde, die weder peinlich noch übergriffig sind? In der ersten Folge des vierteiligen Podcasts „Trauerzeiten“ spricht Moderator Hans Hohmeyer (geb. Wagner) mit der Psychotherapeutin Martina Weiss über das Abschiednehmen und den Umgang mit Verlusten, ob durch Tod, Trennung oder Scheidung. Trauer ist mehr als Traurigkeit: Abschied, Verlust, aber auch Wut, Angst oder Erleichterung gehören dazu. Wer Halt sucht, findet im christlichen Glauben die Zusage, dass Trauer nicht das letzte Wort hat.

Was ist Trauer?

Trauer ist seelischer Schmerz nach einem Verlust. Sie zeigt sich ganz unterschiedlich: in Tränen, in Leere, in Erstarrung oder in schlaflosen Nächten. Trotzdem wird kaum über sie gesprochen, und viele wissen nicht, was sie Trauernden sagen sollen. In Folge 1 des ERF-Plus-Podcasts „Trauerzeiten“ spricht die Psychotherapeutin Martina Weiss mit Moderator Hans Hohmeyer darüber. Beide haben selbst ein Geschwisterkind verloren und erzählen über die Verlusterfahrung im Podcast.

Wie wirkt sich Trauer aus?

Für Martina Weiss ist Trauer ein Zustand nach einem Verlust, der Körper und Seele gleichermaßen betrifft. Sie kann sich als Leere zeigen, als Erstarrung, als Schlafstörung oder als körperlicher Schmerz. Weinen nennt sie „einen sehr wertvollen Verarbeitungsmechanismus“. Eine feste Frist für die Trauer gibt es nicht: „Die Wunde verheilt, die Narbe bleibt.“

Warum ist Trauer ein Tabu?

In unserer Gesellschaft zählen Leistung, Glück und Schönheit. Dazu kommt ein Erbe der Nachkriegszeit: Nicht jammern, nach vorne schauen. Diese Haltung wurde laut Martina Weiss in vielen Familien über Generationen weitergegeben. Und sie sagt ehrlich: „Trauernde sind einfach anstrengend.“ Deshalb gehen ihnen viele Menschen aus dem Weg.

Was sagt man Trauernden?

Martina Weiss rät, die eigene Unsicherheit offen auszusprechen, statt dem Trauernden auszuweichen: „Ich will gerade nichts falsch machen, ich merke nur, es tut mir leid. Darf ich dich fragen, oder stört es gerade?“ Auch gemeinsames Schweigen oder eine gehaltene Hand können trösten. Zieht der andere seine Hand zurück, ist das ebenfalls in Ordnung.

 

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Thomas F. /

Hallo, ich hab vor drei jahren meine frau verloren. Sie hatte krebs und ging im alter von 58 jahren.
Mir fehlen eigentlich die worte, wie sie eine sendung machen können, ohne die worte jesus, … mehr

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