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Das 1-Minuten-Bekenntnis

Die Bibelstelle Matthäus 16,16 – ausgelegt von Monika Scherbaum.

Simon Petrus sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!

Matthäus 16,16

Manchmal geschieht Bekennen ungeplant, mitten im Alltag. Beim Einkaufen steht eine junge Frau vor mir. Sie wirkt angespannt. Auf meine Frage, wie es ihr geht, sagt sie leise: „Ich habe bald den Termin beim Anwalt, die endgültige Scheidung. Ich habe Angst.“ Ich erzähle ihr, wie gut es mir tut, Menschen zu haben, mit denen ich über meine Sorgen reden und beten kann, und wie oft ich Gottes Hilfe erlebt habe. Dann frage ich: „Darf ich für Sie beten?“ Sie nickt.

Ein paar Tage später begegne ich ihr wieder. Zwischen uns ist ein kleiner Raum entstanden, in dem ich mit ihr über Leben und Glauben reden kann. Ein leises Bekenntnis – und Gott benützt es.

Warum fällt mir das Bekennen selbst so oft schwer?

Vor 2.000 Jahren in Cäsarea Philippi im Norden von Galiläa ist die Luft voller Meinungen. Jesus fragt seine Gefolgsleute: „Wer sagen die Leute, dass ich sei?“ Und dann ganz direkt: „Ihr aber, wer sagt ihr, dass ich sei?“

Diese Frage trifft mich heute persönlich. Nicht: Was sagen die anderen? Nicht: Was sagt meine Kirche? Sondern: Was sage ich?

Damals hat einer der Jünger, Simon Petrus, geantwortet: „Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“  Klar. Persönlich. Mutig.

Jesus hat nicht widersprochen und hat seinem Weggefährten deutlich gemacht: Diese Erkenntnis ist ein Geschenk. Das finde ich herrlich entlastend: Ich muss nicht perfekt formulieren oder theologisch glänzen. Ich darf schlicht erzählen, was ich mit Jesus erlebt habe.

Genau darum geht es: Ich trete aus dem Chor der Stimmen heraus und sage, wer Jesus für mich ist.

Was mich hemmt, das kennen andere auch: Was denken die anderen? Nehmen sie mich ernst? Und traue ich mich zu sagen, dass Jesus Christus für meine Schuld gestorben und auferstanden ist?

Bekennen heißt: trotz Angst sagen, wer Jesus für mich ist. Dafür braucht es nicht immer eine lange Rede. Manchmal reicht eine Minute. Ich nenne das gerne das „1-Minuten-Bekenntnis“. Dabei hilft eine einfache Vorher-Nachher-Geschichte:

Ich denke an die kaputte Waschmaschine in unserem Haushalt: Das ist ein Problem. Die Wäsche stapelt sich. Dann kommt die neue Maschine, und plötzlich läuft der Alltag wieder.

So können auch Glaubensgeschichten klingen:

So war mein Leben.
Das hat sich durch Jesus verändert.
So erlebe ich mein Leben heute mit Jesus.

Dazu ein Wort aus der Bibel, das mich trägt. Einfach. Klar. Persönlich.

Gerade darin liegt die Kraft: Erzählen, was Gott in meinem Leben getan hat. Warum erzählen wir solche Geschichten nicht häufiger? Sie ermutigen uns selbst und können anderen Hoffnung geben.

Denn Gott handelt. Heute. Mitten unter uns. Im Supermarkt. Im Büro. In der Familie. Im Gespräch mit einem Freund.

Bei Simon Petrus war es ein klares Bekenntnis:„Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“.

Und mein persönliches Bekenntnis kann ganz einfach lauten: „Der Glaube an Jesus ist mein Halt und meine Hilfe“.

Wie klingt Ihr Bekenntnis?

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Anstoß

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Kommentare (1)

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H.-J. B. /

Danke für die Ermutigung, den Glauben an Jesus weiter zu geben!

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