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/ Wort zum Tag

Jesus ist für mich da

Die Bibelstelle Johannes 10,28 – ausgelegt von Bernhard Berends.

Jesus Christus spricht: Niemand wird meine Schafe aus meiner Hand reißen.

Johannes 10,28

„Der Herr ist mein Hirte“, das ist wohl einer der bekanntesten Sätze der Bibel. Was für ein schönes, tröstliches Bild! Gott ist für uns da, wie der Hirte für seine Schafherde da ist. Der Hirte hat seine Schafe alle im Blick. Er sorgt für sie, und er beschützt sie. Wie ein Hirte für seine Schafe, so ist Gott für mich da.

Jesus nimmt dieses Bild auf. Er, der Sohn Gottes, sagt von sich: „Ich bin der gute Hirte.“ Und er geht sogar so weit, dass er anfügt: „Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ So weit geht sein Einsatz für seine Schafe, dass er alles, sogar sein Leben riskiert, ja, dass er sogar sein Leben für seine Schafe hingibt.

Seine Jünger, Menschen, die an ihn glauben, die zu ihm gehören, sie nennt Jesus seine Schafe. Er tut alles für sie. 

Ob seine Jünger gemerkt haben, dass Jesus von seinem bevorstehenden Tod am Kreuz spricht, als der diese Worte sagt?

Und dann sagt er weiter über seine Schafe: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ Dieser Satz steht für heute im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine.

Wilde Tiere belauern die Schafherde. Sie warten auf die Gelegenheit, ein Schaf anzufallen und sogar zu töten. Doch der Hirte ist für sie da. Sie sind bei ihm geborgen.

Menschen, die Jesus folgen, die an ihn glauben, die sich ihm anvertrauen, mögen auch erleben, dass ihr Leben gefährdet ist, dass es Kräfte gibt, die sie von Jesus wegziehen wollen. Vielleicht ist es nicht einmal die rohe, brutale Gewalt, der die Jünger und Jüngerinnen Jesu ausgesetzt sind. Vielleicht sind es nur einige ihrer Mitmenschen, die ihren Glauben an Jesus lächerlich machen, die sich über die Christen lustig machen, die ihren Glauben in den Dreck ziehen.

Oder bei all dem, was mich tagtäglich beschäftigt, der Stress bei der Arbeit oder auch zu Hause, die tägliche Routine lässt den Glauben, lässt das Vertrauen zu Jesus, erlahmen. Der Glaube ist nicht mehr so lebendig, nicht mehr so stark. Zweifel kommen auf. „Ob es stimmt, dass Jesus wirklich für mich da ist?“ – „Ob meine Gebete wohl gehört und erhört werden?“ Da sind Kräfte am Werk, die mich von Jesus wegziehen wollen.

Ob es sein kann, dass die Macht des Bösen, die Macht des Teufels, des Gegenspielers Gottes, am Werk ist? Er hat ein Interesse daran, die Schafe von der Herde wegzuziehen.

Da ist es gut, nahe bei Jesus zu bleiben. Da hilft es, in der Herde zu bleiben, also die Nähe derer zu suchen, die auch an Jesus glauben, in der Gemeinde zu bleiben.

Mit meinen Brüdern und Schwestern im Glauben bete ich zu Gott. Ich erlebe: „Ich bin nicht allein“. Da sind auch andere, die mit mir zusammen Gott loben mit den Liedern. Gemeinsam beten wir zu unserem Gott. Gemeinsam hören wir sein Wort. Uns allen wird Gottes Segen zugesprochen.

Für alle, denen es nicht möglich ist, die Gemeinschaft mit anderen Christen zu erleben, gibt es wunderbare Möglichkeiten, die gute Nachricht von Jesus zu hören, z.B. durch die Sendungen und Beiträge des ERF.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute erfahren: Jesus ist für mich da, der gute Hirte. Niemand wird mich aus seiner Hand reißen. Darum bin ich ganz getrost. Was auch auf mich zukommt, Jesus ist für mich da.

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