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Der Name Gottes

Werner Karch über Johannes 17,26.

Jesus betet: Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

Johannes 17,26

Jeder Mensch hat einen Namen. Der wird ihm von den Eltern gegeben, meist spielen Geschmack und Klang eine wichtige Rolle bei der Namensgebung.

 In der Bibel steht der Name eines Menschen sehr häufig für sein Wesen und seinen Charakter. Dies gilt ebenso für Gott. Die an Gott interessierten Menschen haben immer gefragt: Wer ist Gott, er ist ja für uns unsichtbar und wie kann ich ihn erkennen?

Jesus Christus, der sich als Gottes Sohn den Menschen vorgestellt hat, stand in enger Beziehung zu Gott. Jesus hat den Menschen immer wieder offenbart, wer Gott ist. An kleinen Beispielen, an Geschichten und an Begebenheiten, die für die Menschen nicht nachvollziehbar waren, die ihnen jedoch einen Eindruck von Gottes Handeln vermittelte. Jesus selbst betete gegen Ende seines Lebens zu Gott, den er immer wieder als seinen Vater bezeichnete: „Ich habe Deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der Du mich liebst in ihnen sei und ich in ihnen.“ (Johannes 17,26).

Jesus wusste sich von Gott geliebt, wertgeschätzt, anerkannt und angenommen. Er fühlte sich aufs Innigste verbunden mit Gott. Deshalb konnte Jesus den Menschen seiner Zeit die Menschenfreundlichkeit Gottes so deutlich vor Augen führen. Er zeigte ihnen die Liebe Gottes, weil er selbst Gott war. Jesus konnte nicht anders. Er nahm die Einzelnen an, auch wenn sie von anderen verachtet waren. Er heilte sie, auch wenn sie wenig von Gott wussten. Er hat ihre Würde als Menschen geachtet und damit gezeigt, dass Gott es genauso macht. Jesus fand aber auch klare Worte für Hass, Ungerechtigkeit, Stolz und jede Form von Überheblichkeit – so ist Gott nicht.

Jesus starb, für viele unbegreiflich, vollkommen zu Unrecht, an einem Kreuz, an dem sich der Hass vieler entlud. Und trotzdem war es das letzte große Wunder, das er tat. Er ist nach drei Tagen vom Tod auferstanden und zeigte sich vielen, die das bezeugen konnten. Warum war das geschehen?

Der Tod war für Jesus nicht nur das ungerechte Gericht von Menschen, die ihn hassten – es war auch das gerechte Gericht Gottes an ihm. Die Gottlosigkeit des Menschen war es, die Jesus von der Gemeinschaft mit ihnen fernhielt. Gottes Heiligkeit und absolute Gerechtigkeit hatte verhindert, dass Jesus mit Menschen, die ihn nicht wollten, Gemeinschaft haben konnte. Menschen, die in ihrem Wesen zu allen Formen des Bösen neigten und es auch lebten. Zu Dingen, die Gott in seinem Namen nicht guthieß, mit dem er sich auch nicht arrangieren konnte. Diese Verfehlungen des Menschen führten nach Gottes Gerechtigkeit unweigerlich zu einem Gericht über den Menschen. Damit dieses Gericht stattfand, hat Gott Jesus stellvertretend für alle Menschen, am Kreuz hinrichten lassen. Der Unschuldige hat die Vergehen der Schuldigen getragen. Warum: Wenn Gottes Charakter die Liebe ist, dann wollte er die Menschen, die er ja liebt, nicht auf ewig verlieren.  Er wollte die Gemeinschaft mit ihnen wieder herstellen, aber vorher musste die Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit beseitigt werden. Jesus hat dieses Gericht ertragen, ist gestorben und wieder auferstanden. Er liebte Gott und hat dadurch wohl am deutlichsten Gottes Liebe zum Menschen offenbart: Er hat den Weg wieder frei gemacht.

In Jesus findet ein Mensch den Gott und den Menschen, der ihm den Weg zu Gottes Liebe, Annahme, Wertschätzung und Würde geöffnet hat. Gott offenbart sich auch heute jedem, der nach ihm sucht.

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Kommentare (1)

Constanze G. /

Ich suche täglich nach Gott...