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Durchblick kriegen

Paul-Ludwig Böcking über Psalm 19,8.

Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.

Psalm 19,8

Eine Informationsflut rollt über uns hinweg. Die moderne Elektrotechnik und die Digitalisierung machen´s möglich. Mit relativ wenig Geld kann fast jeder sich selbst oder eine ihm wichtige Sache weltweit bekanntmachen. Die Gottesdienste vieler christlicher Gemeinden werden live im Internet übertragen. Ich kann aber auch aller Welt Lügen auftischen. Was und wem kann ich glauben? Welche Maßstäbe lege ich an, um mich selbst und die Welt richtig zu bewerten?

Der Psalm 19 gibt eine prima Orientierung. „Das Zeugnis des Herrn ist gewiss und macht die Unverständigen weise.“ Ps. 19.8. Andere übersetzen: Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig und macht die Einfältigen weise.

Das Zeugnis des Herrn: Das ist die Summe dessen, wie der lebendige Gott sich bezeugt, sich selbst uns Menschen mitgeteilt hat. In Wort und Tat. Für Christen ist dieses Zeugnis des Herrn die Bibel. Darauf ist Verlass. Absolut. Die Bibel macht Unverständige, das heißt: leichtgläubige, unkritische Leute, klug und lebenstüchtig. Die Bibel ist ein wunderbares Bildungsbuch. Ein göttlicher Durchblickgeber; mitten in den vielerlei Schön- und Schlechtredereien, den gefakten Bildern und den Halbwahrheiten des Mediendschungels.

Warum macht die Bibel kritisch und lebenstüchtig?

Zum einen, weil sie uns Menschen völlig zutreffend beschreibt.

Sie zeigt mit all ihren Texten die atemberaubende Größe und zugleich das erschütternde Elend des Menschen. Zu höchsten Kultur- und Technikleistungen fähig, zu selbstlosester Liebe und ebenso fähig zu schlimmster Quälerei und Vernichtung des Mitmenschen. Und dabei immer nur dem eigenen Selbst verpflichtet.

Eine unverbesserliche, innere Gottesablehnung kennzeichnet laut Bibel alle Menschen. Sein-Wollen wie Gott. Sünde, nennt das die Bibel. Oft geschieht das sogar ganz religiös. Gut, dass uns die Bibel bei unserer persönlichen Schuld behaftet. Kein Verschweigen und Weg-Erklären. Aber gerade darin die Chance, zur eigenen Sünde zu stehen; und bei anderen Leuten damit zu rechnen. Wir Menschen: großartig, böse und erlösungsbedürftig. Dank Bibel ein weiser Durchblick.

Zum anderen macht das Zeugnis des Herrn weise, weil es uns den lebendigen Gott vor Augen stellt.

Gott ist eine Person, ein reagierendes Gegenüber. „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.“ So heißt es in der Bibel (vgl. 5. Mose 6,4). Dieser Gott greift ein in unsere menschliche Geschichte. Er zeigt sich letztgültig in Jesus. Dessen Lebensopfer und seine Auferstehung. Da schauen wir Gott ins Herz. Wir sollen nicht in unserer Unverbesserlichkeit verloren gehen. Rettung für Sünder. Da ist ein Gott, dem nichts unmöglich ist und der uns durch Gnade mit sich verbindet. Das ist Bibel-Durchblick durch chaotische Informationsfluten und erfundene Gottesbilder.

Schließlich: Das Zeugnis des Herrn macht lebenstüchtig durch die Gebote Gottes.

In der Bibel mit all ihren Texten finden wir den lebensentfaltenden Maßstab für unser Handeln. Nicht: Das muss jeder selbst wissen. Sondern: „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen und von ganzer Seele und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Die vielen Gebote der Bibel, das sind alles Entfaltungen dieses einen Doppelgebots der Liebe. Vieles davon ist erkennbar zeitbedingt. Aber die Liebe zu Gott und zum Nächsten, so wie sie Jesus für seine Zeit gelebt hat, das gibt eine klare Orientierung.

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Kommentare

Volker B. /

Sehr geehrter Herr Böcking, schon gestern bin ich über ihr "Wort zum Tag" quasi gestolpert. Sie sind sehr klar, meiner Meinung nach in der Ablehnung zu den jetzigen Nachrichten. Aber Gott hat uns doch in diese Welt gestellt.