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/ Wort zum Tag

Guter Schlaf ist so wichtig!

Birgit Wolfram über Psalm 119,148.

Ich wache auf, wenn’s noch Nacht ist, nachzusinnen über dein Wort.

Psalm 119,148

„Nächtliches Erwachen und Wachliegen zermürbt!

Schlafstörungen bei Senioren. Rund 50 Prozent der über 65jährigen Deutschen leiden unter Schlafstörungen…“

(Anzeige von Lioran centra aus dem Fernsehmagazin rtv 6/2021, Seite 17)

Diese Anzeige entdeckte ich in der Fernsehzeitschrift. Und ich dachte mir: „Stimmt, ich kenne viele Menschen – auch jüngere, die sich stundenlang im Bett herumwälzen. Oder mitten in der Nacht aufstehen, durch's Haus laufen, Zeitung lesen, Tee trinken, um irgendwann wieder todmüde ins Bett zu fallen. Dabei wäre ein erholsamer Schlaf so wichtig!“

Ich kenne auch durchwachte Nächte. Wenn die Sorgen aufstehen und immer größer werden. Und mit ihnen die Angst. Dann wird die Nacht für mich zum Tag. Sogar die Bibel berichtet von Menschen mit Schlafstörungen. Zum Beispiel schreibt der Beter aus Psalm 119, Vers 148: „Ich wache auf, wenn’s noch Nacht ist …“

Ob der auch schon über 65 war? Oder Probleme hatte, die ihn nicht schlafen ließen? Wie ist er damit umgegangen? Er sagt von sich:

„Ich wache auf, wenn’s noch Nacht ist, nachzusinnen über dein Wort.“

Aha, dieser Mann hat Bibel gelesen. Und sich scheinbar gar nicht groß über seine Schlaflosigkeit geärgert. Bemerkenswert: Er beschäftigt sich mit dem Wort Gottes. Er liest sich die Gesetze durch, die 10 Gebote, die Regeln, Satzungen, Weisungen, Ordnungen, … oder wie immer Sie und ich das nennen wollen. Das ist doch mal ‘ne Bettlektüre!

Und da hat er sich ordentlich was vorgenommen. Der Psalm 119 umfasst 176 Verse, unterteilt in 22 Absätze, fast 7 Seiten in meiner Bibel. Da kann man lange beten und denken.

„Ich wache auf, wenn’s noch Nacht ist, nachzusinnen über dein Wort."

Wenn alle anderen schlafen, denkt dieser Mann über Gottes Wort nach. Warum? Weil ihn die Erfahrungen des Tages nicht loslassen. Das kann man im gesamten Psalm nachlesen: Er ist von Menschen umgeben, die mit Gott nichts anfangen können. Die ihr Leben so leben, wie sie es für richtig halten: selbstherrlich (Ps. 119,122), verlogen (Ps. 119, 69), gewissenlos (Ps. 119, 95).

So möchte der Psalmbeter nicht leben. Für ihn sollen die Maßstäbe Gottes gelten. Weil er hier Wegweisung findet (Vers 10), Frieden (Vers 165), Freude (Vers 35) und Hilfe (Vers 81).

Was erwarten Sie und ich vom Wort Gottes?

Ich habe Ihnen vorhin erzählt, dass ich auch durchwachte Nächte kenne. Weil mich meine Sorgen und Ängste nicht schlafen lassen. Wenn ich also mitten in der Nacht hellwach bin, stehe ich auf und lese Bibel. Die Losung. Nicht nur den einen Vers, sondern auch die Verse davor und danach. Und wissen Sie, was da passiert? In meine ängstlichen und sorgenvollen Gedanken vermischen sich die kraftvollen Gedanken Gottes. Die mir zusagen: Hab keine Angst. Sorge dich nicht. Ich bin bei dir. (Jes.7,4; Matth.6,31; Matth.28,20)

Und das gibt mir wieder neuen Mut. Neue Hoffnung, Frieden. Zugegeben, der stellt sich nicht immer sofort ein. Aber ich vertrau darauf. Weil ich weiß: Gott hält, was er verspricht! (Psalm 33,4)

Für den Psalmbeter war das Gesetz Gottes wichtig.Für mich sind es die Zusagen aus Gottes Wort. Was ist es bei Ihnen?

Letztlich geht es immer darum, Gott zu begegnen. Die Kraft seines Wortes zu erfahren. Das macht den Unterschied. Am Tag und in der Nacht!

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Anstoß

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Kommentare

Sabine /

Vielen Dank für Ihr gutes Wort zum Tag.

Jacqueline G. /

Danke sehr, Frau Wolfram, das ist ein so guter Tagesbeginn!

Erich T. /

genau richtig, liebe Frau Wolfram, so mache ich das auch. Und erfahre Frieden von Gott, und kann weiter schlafen.