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Lobpreis in kleinen Schritten

Christa Weik über Psalm 66,20.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Es bleibt mir unvergesslich: Während eines Sommerbibelkurses in Aidlingen wies mich jemand auf eine andere Teilnehmerin hin und beschrieb diese mit den Worten: „Der platzt Jesus aus sämtlichen Knopflöchern!“ In der Tat: Die Freude der jungen Frau an ihrem Leben mit Jesus war für jeden erkennbar.

Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt der Beter des Psalms 66, dessen Schlussvers 20 lautet: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“ Schon zu Beginn seines Liedes fordert er seine Hörer und Leser auf: Jauchzt, lobsingt, rühmt, betet Gott an! Und ebenso beendet er sein Gebet: Gelobt sei Gott … - eigentlich: Gesegnet sei Gott! Das ist Lobpreis pur!

Wer sich die Zeit nimmt, den ganzen Psalm zu lesen, entdeckt die Gründe für diesen Aufruf zum Lob Gottes: 1. Der Psalmbeter staunt über Gottes Macht als Herrscher, besonders beim Gang der Israeliten durch das Schilfmeer und den Jordan. Gottes Macht hat Auswirkungen auch auf die anderen Völker. „Kommt und seht“, fordert der Beter auf, überzeugt euch selbst von den Werken Gottes. 2. Der Psalmbeter besingt Gottes Macht als Retter: Die Notlagen, in die das Volk Israel geraten ist, hat Gott zugelassen. Der Beter sieht sie als Prüfungen an, in denen sich die Glaubenden bewähren sollen. Zugleich macht der Beter die Erfahrung der Rettung Gottes: „Du hast uns herausgeführt und erquickt.“ 3. Durch diese Nöte und Gottes Eingreifen reift im Psalmbeter ein persönlicher Entschluss: Ich will dir, Gott, meine gegebenen Versprechen erfüllen.

Der Beter kann es nicht für sich behalten, er muss denen, die ebenso wie er Gott ehren wollen, erzählen, was Gott an ihm, an seiner Seele, getan hat.

Hören wir noch einmal auf den Schlussakkord seines Liedes: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“

Der Beter ist gewiss: Gott hört mein Gebet, er verwirft es nicht. Der Beter weiß auch: Gott ist gut zu mir, er verlässt mich nicht – auch nicht in der größten Not. Darin liegt für ihn der Grund, Gott zu loben und ihm zu danken.

Nun werden Einzelne an dieser Stelle tief durchatmen und sagen: Meine gegenwärtige Situation ist eine ganz andere; die derzeitigen Herausforderungen verschließen mir den Zugang zum Lob, zur Anbetung Gottes.

Welche Hilfe gibt es?

Eine Spur sehe ich darin, dass wir uns wie der Beter im Rückblick auf die Vergangenheit auf die guten Erfahrungen mit Gott besinnen und ihn dafür ehren.

Eine zweite Spur liegt in der Tatsache, dass der Gott, den Sie und ich heute erleben können, derselbe Gott ist wie der des Psalmbeters. Er ist und bleibt der treue Gott, der uns durch die Nöte hindurchträgt. Eine weitere Spur der Hilfe liegt darin, dass wir uns auf Gottes Wesen, auf seine Eigenschaften besinnen und ihn dafür loben. Sie sind in Jesus Christus, dem Sohn Gottes und Erlöser, sichtbar geworden.

Der Lobpreis, mit dem wir Gott ehren, muss sich nicht immer in einer „Explosion überschwänglicher Gefühle“ ausdrücken, sondern geschieht oft in ganz kleinen, unscheinbaren Schritten. – Ich wünsche Ihnen den Mut, heute den Blick auf Gott zu richten!

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Kommentare

Ulrich H. /

Vielen Dank für Ihr Wort @

Ralf F. /

Vielen Dank für diese Worte, Schwester Christa Weik. Die Andacht hat mich sehr berührt und einen guten Impuls gegeben.

Angela /

Sehr ermutigend! Vielen Dank.