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/ Das Gespräch

Christsein mitten in der Welt

Andreas Knapp will als Nachfolger Jesu einfach und solidarisch leben und ist in einen Leipziger Plattenbau gezogen.

Andreas Knapp (Foto: Gerd Neuhold)
Andreas Knapp (Foto: Gerd Neuhold)

Als Leiter des Freiburger Priesterseminars hatte Dr. Andreas Knapp eine verantwortliche Position in der katholischen Kirche. Er genießt Anerkennung, Respekt und ein festes Gehalt. Doch so richtig wohl fühlt er sich damit nicht. Er sehnt sich nach einem anderen Lebensstil, wünscht sich mehr Zeit für Stille, Gebet und Gemeinschaft.

Anregungen dazu findet er bei Charles de Foulcauld, einem Offizier und Lebemann, der Ende des 19. Jahrhunderts zum Glauben an Gott fand und eine radikale Lebenswende vollzog.

Mit Anfang 40 schließt sich Andreas Knapp einem Orden an, der sich am Vorbild des Franzosen orientiert. Die „Kleinen Brüder vom Evangelium“ führen ein einfaches und solidarisches Leben an der Seite von Menschen, die arm und sozial benachteiligt sind. Mitten im Alltag soll die Gegenwart Gottes unauffällig präsent sein. So arbeitet Bruder Andreas zunächst als Putzkraft in einem Pariser Vorort, als Hilfsarbeiter auf einer Baustelle in Neapel oder als Joghurtverkäufer in Kolumbien.

Seit 2005 lebt er zusammen mit drei Mitbrüdern in einem Leipziger Plattenbau und engagiert sich in der Flüchtlingsarbeit.

Im Gespräch mit Stefan Loß erzählt Bruder Andreas, was für ihn Nachfolge Jesu bedeutet und was ihm Hoffnung gibt, dass der Einsatz für eine gerechtere Welt nicht vergeblich ist.

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