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/ Das Gespräch

Alles „Lügenpresse“?

Wie die Sächsische Zeitung täglich zwischen Fake-News und Wahrheit unterscheidet.

Er muss täglich entscheiden, was wirklich und wahr ist: Uwe Vetterick, Chefredakteur der Sächsischen Zeitung. Mit seinem Redaktionsteam stand er lange im Schussfeld: immer wieder montags skandierten Pegida-Demonstranten vor dem Verlagshaus in Dresden die Parole „Lügenpresse“. Allerdings: „Wissentlich die Unwahrheit zu sagen, das hat mit Journalismus überhaupt nichts zu tun,“ sagt Uwe Vetterick. Trotzdem: im Redaktionsalltag gibt es Gratwanderungen.

Wie unterscheidet die SZ-Redaktion Fakten von „Fake News“, wieviel Einfluss hat die politische Ausrichtung der Zeitungsverlage auf Inhalte und kommt Kirche nur in die Schlagzeilen, wenn sie Skandale produziert? Regina König hat Uwe Vetterick im Dresdner „Haus der Presse“ getroffen.


Seit 2007 ist Uwe Vetterick Chefredakteur der Sächsischen Zeitung. Der gebürtige Greifswalder begann seine journalistische Laufbahn mit einem Volontariat beim Greifswalder Tageblatt. Von 1993 – 2006 leitete er bei der BILD-Zeitung die Redaktion Berlin und Neue Bundesländer. Ausgezeichnet wurde er 2013 mit dem Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und 2015 ehrte ihn die Fachzeitschrift „Medium Magazin“ als „Chefredakteur des Jahres regional“. Die Sächsische Zeitung erscheint im Verlag DDV-Mediengruppe und hat eine Auflage von mehr als 180 000 Exemplaren; das Internetportal „sächsische.de“ zählt monatlich mehrere Millionen Zugriffe.

 

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Kommentare

Tomas aus Mähren /

Liebe Redaktion, ich bin zwar kein Verschwörungstheoretiker, warte aber immer noch auf die garantierten irakischen Massenvernichtungswaffen, die Tausenden den Tod brachten. Wird jemand für die mörderische Falschnachricht zur Verantwortung gezogen? Das war der Nährboden für die westliche Wahrheitskrise.