/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Welten treffen aufeinander
Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext Johannes 17,16
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Meine Welt sieht anders aus als Ihre Welt. Gottes Welt ist anders als die Welt, in der wir alle leben. Jesus Christus kennt beide Welten. Im Gebet mit seinem Vater im Himmel tritt Jesus für die ein, die sich ihm anschließen, aber noch in dieser Welt leben. Für seine Jünger. Jesu komplettes Gebet finde ich im Johannesevangelium, Kapitel 17. In Vers 16 sagt Jesus dort über seine Nachfolger: „Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“
Was spricht Jesus in dem Moment vor seinem Vater im Himmel aus? Wenn ich mit Jesus lebe, ist mein Zuhause nicht Wolke Sieben. Ich finde mich auch nicht im Handumdrehen im himmlischen Thronsaal wieder. Ich lebe in der Welt, in der ich vorher auch gelebt habe. Einiges unterscheidet mich von vielen anderen Mitbewohnern: Jesus ist mein Hauptgewinn. Er ist mein Herr. Für manche ist Jesus ein Trostpreis. Für wieder andere eine Niete. Diese unterschiedlichen Sichtweisen auf Jesus bringen Sprengstoff in den Alltag. Das fängt manchmal bei rechtlichen Fragen an, geht mit Gesprächsthemen weiter und hört mit Spendengeldern nicht auf. Deshalb brauche ich Jesu Gebet, seine Unterstützung. Wie gut, dass er vor 2000 Jahren auch schon für mich gebetet hat, damit ich in dieser Welt als Christin lebensfähig bin. Dazu gehört für mich auch, dass ich von Jesus als meinem Hauptgewinn rede.
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Kommentare (1)
Nicht von dieser Welt ist Jesus und auch alle, die IHM gehören. Nicht von dieser Welt bedeutet, nicht an die vergängliche Welt gebunden sein. Denn unsere Heimat ist im Himmel. Die Erde ist nur eine … mehrDurchgangsstation auf dem Weg zur ewigen Herrlichkeit. Wenn wir heute in unsere Gesellschaft schauen, dann sehen wir eine absolute Diesseitigkeit, eine ganz starke Aufgeregtheit, wenn es um politische und gesellschaftspolitische Fragen geht. Wir sehen eine Bindung an die arge, vergängliche, sündige Welt in einer Weise, wie es sie wahrscheinlich noch nie zuvor gegeben hat. Jesus hat nie einen politisch motivierten Anspruch erhoben. Sondern Jesus erhebt einen Anspruch auf unser Herz. Damit ist klar, daß all die Grabenkämpfe um Macht und Ehre, um vergängliche Dinge, um irdischen Reichtum, auch um individuellen, persönlichen Erfolg nicht durch das Evangelium legitimiert werden können. Ganz eindeutig sagt Jesus es am Morgen Seines Todes: Mein Königtum hat Nichts mit den Reichen dieser Welt zu tun. (Johannes 18,36) Sicher ist das Leben ein Wert an sich, auch das Leben auf der Erde. Doch was hilft es dem Menschen, danach zu streben, die ganze Welt zu gewinnen, und er nimmt dabei Schaden an seiner Seele, an eben diesem Erdenleben!? Was hilft uns der ganze Wohlstand unserer Tage, wenn wir dabei die Schöpfung zugrunde richten, wenn wir die natürlichen Lebensgrundlagen und Gottes Lebensordnungen schädigen und mißachten und damit die Zukunft der nachfolgenden Generationen auf’s Spiel setzen?