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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Vergeben - und vergessen

Steffen Brack zu Jeremia 31,34.

Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Jeremia 31,34

„Bei Streitigkeiten gibt es keine archäologischen Exkursionen.“ Das empfiehlt der Schweizer Pastor Harry Müller in seinem Buch für Ehepaare. Was er damit meint: Wenn Menschen einen Konflikt miteinander austragen, dann soll keiner damit anfangen und längst vergebene Fehltritte des anderen wieder ausgraben. Was einmal geklärt und vergeben wurde, das ist kein Thema mehr zwischen uns. Ein kluger Rat. Absolut. Und es braucht schon etwas Übung, bis ich in der Hitze eines Wortgefechts dieser Versuchung widerstehen kann.

 

Mein großes Vorbild für diese Einstellung ist Gott selbst. Denn er macht das genau so, wenn er einem Menschen vergibt. Wie hat Gott schon vor etwa 2.600 Jahren zu dem Propheten Jeremia gesagt: „Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden.“ (Jeremia 31,34).  Gott meint hier sein Volk Israel. Und es geht dabei um unfassbar schwere Schuld. Stehlen, die Ehe brechen, Meineide schwören und sogar morden (Jer 7,1-3.5-6.9). Aber Gott verspricht: Ich werde ihnen das alles vergeben. Denn sie werden ihre Sünden bereuen. Und sie werden umkehren zu mir (VV18-19). Und Gott beteuert: ich werde nicht mehr an ihre Sünden denken. Alles ist vergeben - und vergessen.

 

Wie schwer Ihre Schuld auch wiegt. Gott will ihnen vergeben. Und ihre Sünden für immer vergessen.

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Kommentare

Rainer /

Vielen Dank für die glasklare und deutliche Botschaft der Liebe Gottes. Jede Sünde wiegt vor Gott gleich schwer, abgesehen von der Sünde wider dem Heiligen Geist. Gott vergibt allen gerne, wenn Er darum gebeten wird. Lüge, Ehebruch, Banküberfall, Diebstahl, Mord, Einbruch, Sachbeschädigung, Vergewaltigung... was es auch immer an furchtbar Schlimmem gibt, Gott will alles gerne vergeben. Aus tiefster Liebe liebt Gott jeden von uns, egal was die Person im Leben gemacht hat. Ich finde das ist die mehr

Ingrid T. /

Sehr geehrter Herr Brack, was haben die Menschen doch alles in den vergangenen Jahrtausenden erreicht! Deshalb denken ja auch allzuviele Gottes Wort brauchen wir nicht mehr, das hindert uns nur, dann sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig. Welch eine Fehlentscheidung! Denn im menschlichen Mitein-ander brauchen wir Gottes Wort, denn um menschlichen Verletzungen begegnen zu können, braucht es Vergebung aus tiefsten Herzen. Das ist u.U. ein langer Weg! Aber dann ertleben wir ein Halleluja!!! Gesegnete Grüße für Sie v. I.T.