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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Noch ein Wunder mehr?

Tim Schinkel über Markus 8,11-13.

Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was fordert doch dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden! Und er verließ sie und stieg wieder in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

Markus 8,11-13

Es gibt Situationen, da wünsche ich mir ein Wunder vom Himmel. Die Bibel berichtet im Markusevangelium Kapitel 8 davon, dass die Pharisäer sich von Jesus nicht nur ein Wunder gewünscht haben. Sie haben es sogar eingefordert:

Da kamen die Pharisäer herbei und fingen an, mit ihm zu diskutieren. Sie forderten von ihm ein Wunderzeichen vom Himmel. Damit wollten sie ihn auf die Probe stellen. Da seufzte Jesus tief in seinem Inneren und sagte: »Was für eine Generation ist das nur! Sie sucht ein Zeichen? Ich sage euch klar und deutlich: Auf gar keinen Fall wird dieser Generation ein Wunderzeichen gewährt werden.« Er ließ sie einfach stehen und fuhr wieder auf die andere Seite des Sees zurück. (Markus 8,11-13 DBU)

Interessant ist, dass Jesus einige Verse zuvor mit sieben Broten und ein paar kleinen Fischen viertausend Menschen satt gemacht hat. Und ein paar Verse später heilt Jesus einen Blinden. Wenn das mal keine Wunder sind…

Nun drängt sich die Frage auf, warum Jesus manche Wunder tut, das eine aber verweigert. Jesus sieht die Nöte der Menschen: Die Viertausend wollten ihm unbedingt zuhören, und er sorgte sich um ihre Gesundheit, falls er sie ohne Essen nach Hause schicken würde. Auch bei der Heilungsgeschichte sieht Jesus das persönliche Schicksal des Blinden und hilft ihm, wieder zu sehen.

Die Pharisäer fordern das Wunder, um Jesus auf die Probe zu stellen. Und das lehnt Jesus ab. Er will die Menschen nicht durch einen eindeutigen Beweis seiner Macht zum Glauben zwingen. Ihm geht es um die persönliche Beziehung. Er möchte Ihren und meinen Nöten und Sorgen begegnen. Sie können hier und jetzt mit Jesus über Ihre Nöte und Sorgen reden – vielleicht erleben Sie dann auch ein Wunder…

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Kommentare (1)

Thomas K. /

Guten Morgen, vielen Dank für die Auslegung. Sie macht mir Jesus wieder neu so "sympathisch" und liebenswert.