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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Lobgesang und Gottesfurcht

Annegret Schneider über Psalm 33,1-22.

Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn recht preisen. Danket dem HERRN mit der Harfe; lobsinget ihm zur Harfe von zehn Saiten! Singet ihm ein neues Lied; spielt schön auf den Saiten mit fröhlichem Schall![...]

Psalm 33,1-22

Fröhliches Singen und Furcht – passt das zusammen? Auf den ersten Blick wohl kaum. Wer sich fürchtet, dem vergeht zunächst das Singen. Es sei denn, er oder sie singt beim Gang in den Keller, um sich selbst Mut zu machen.

Im Liederbuch der Bibel im Alten Testament, in den Psalmen, da ist der Psalm 33 in der Lutherbibel überschrieben mit „Ein Loblied auf Gottes Macht und Hilfe“. Die ersten sieben Verse ermuntern zu Lob und Dank und bejubeln die Größe, Güte und Herrlichkeit Gottes. Dann kommt Vers 8. Da wird ein anderer Ton angeschlagen: „Alle Welt fürchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet.“ Kippt der Lobgesang jetzt etwa?

Kommt darauf an, wie man zu Gott steht. Wer ihn als harmlosen Wunscherfüller sieht, sollte sich mal Gedanken darüber machen, dass Gott heilig und allmächtig ist und dass man ihn nicht despektierlich behandeln sollte, denn das kann schlimme Konsequenzen haben, das kann man vor allem in den Versen 10, 16 und 17 des Psalms lesen: kein Mensch kann gegen Gott bestehen, auch wenn dieser Mensch noch so viel Macht oder Reichtum besitzt.

Wer sich dagegen Gott zuwendet und sein ganzes Hoffen auf seine Hilfe setzt, für den gilt die Zusage in den Versen 18 bis 20: „Siehe, des HERRN Auge sieht auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, dass er ihre Seele errette vom Tode und sie am Leben erhalte in Hungersnot. Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist uns Hilfe und Schild.“ (LUT 2017)

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