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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Gespräch zwischen Himmel und Erde

Elke Drossmann über Habakuk 3,18

Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.

Habakuk 3,18

Wenn Gott meinen Blick schärft, kann das sehr ungemütlich werden. Dem Propheten Habakuk ist das so ergangen vor 2.600 Jahren. Was dieser Prophet geschaut hat, das hat ihn stark belastet. Die Himmelperspektive bringt ihn zum Schreien.

Der Prophet Habakuk vermisst trotz dieser Einblicke Gottes Eingreifen. Gott antwortet, indem er Habakuk Einsicht in seine weiteren Pläne gewährt. Alles eine Frage der Zeit, bis Gott augenscheinlich handelt. Der Zeit, die Gott für richtig hält und nicht der Prophet!

Habgierige, Ausbeuter, Unterdrücker, Gewalttätige und Götzendiener werden den Kürzeren ziehen. Nur wann?

Habakuk betet, d. h. er antwortet Gott auf das, was er ihm gezeigt hat. Im Gebet signalisiert Habakuk Gott: Ich habe verstanden. Du wirst handeln. Ich warte sehnsüchtig darauf. Lieber heute als morgen. Diese Wartezeit wird nicht einfach sein. Krieg herrscht – doch am Ende setzt Gott sich durch. Deshalb schließt Habakuk sein Gebet mit den Worten: „Aber ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.“

Vorfreude ist schon jetzt da, obwohl die Last nicht aus Habakuks Herzen gefallen ist. Der gefragte Gott hat ihm geantwortet ohne Zeitansage. Das allein lässt Habakuk jubeln. Er freut sich an Gott, der handlungsfähig ist und bleibt. Er jubelt über Gott, der auch sein Heil ist.

Wenn ich weiß, Gott wird handeln, gibt mir das schon mal ein gutes Gefühl. Ich bin gewiss, Gott erreicht sein Ziel und mit ihm auch ich. Doch ich reagiere nicht so vollmundig wie Habakuk. Ich warte eher still ab, wann und wo ich Anzeichen von Gottes Spuren erkenne. Warum lobe ich ihn eigentlich nicht schon in dem Moment, in dem er mir seine Absicht verrät? Gott ist doch derselbe heute, gestern und morgen! Also immer ein Lob wert!

 

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