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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Auf dem Schirm

Markus Baum über 2. Mose 2,25

Und Gott sah auf die Israeliten und nahm sich ihrer an.

2. Mose 2,25

Ein ganzes Volk an den Rand gedrängt, kurz gehalten, jeder Einflussnahme beraubt. Das gab es in der Geschichte der Menschheit nicht zu knapp. Ganze Völker mit reicher Kultur, die in einem dominanten Staatswesen quasi unsichtbar werden. Das passiert im China unserer Tage, das ist vor 150 Jahren auf dem nordamerikanischen Kontinent geschehen, und das ist auch derzeit noch das Schicksal vieler nomadisch lebender Völker dieser Welt.  

Wie war das mit dem Volk Israel? Vor 3.500 Jahren haben die Nachfahren Abrahams, Isaaks und Jakobs in Ägypten Zuflucht gefunden vor einer bedrückenden Hungersnot – und haben sich erfolgreich integriert. Nach einem Herrschaftswechsel hat eine neue Generation von Pharaonen die Israeliten als innere Bedrohung betrachtet und ihr Schicksal drastisch erschwert. Zur Fronarbeit verpflichtet, jeden Einfluss auf die ägyptische Mehrheitsgesellschaft verwehrt. Eine himmelschreiend ungerechte Behandlung.     

Das Stöhnen der Geplagten, das Wehklagen der Geschundenen und die Gebete der Niedergehaltenen ist nicht folgenlos verhallt. Kann man nachlesen im 2. Buch Mose Kapitel 2,25: „Gott sah auf die Israeliten und nahm sich ihrer an.“

Einer hört. Auch wenn sich die Herrschenden noch so viel Mühe geben, die Klagen zu unterdrücken. Wie es mit dem Volk Israel weiterging, ist bekannt: Befreiung – das Joch abgeschüttelt – Auszug – Wüstenwanderung – und irgendwann staatliche Selbständigkeit. 

Das kann allen Menschen in ähnlicher Situation Mut machen. Gott hat die Marginalisierten dieser Welt auf dem Schirm. Und nimmt sich der Sache an - auf ganz unterschiedliche Weise. Wer Gott um Hilfe bittet, kann entsprechende Erfahrungen machen.    

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Kommentare (1)

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Simon /

Sehr geehrter Herr Baum. Was passierte denn 1875 in den USA?