/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Erwartungs-Haltung
Gedanken von Claudia Mertens zum Bibeltext Lukas 2,25.
Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm.
Ich erinnere mich noch an eine Predigt, in der es um die Wiederkunft von Jesus ging, genauer um diese Frage: „Ziehen Sie morgens die Jalousie hoch und fragen sich: ob er wohl heute kommt?“
Ob Jesus wohl heute kommt?
Wie bei so vielen eindrücklichen Momenten aus zahlreichen Predigten ist mir dies leider auch wieder aus dem Gedächtnis gerutscht.
Deshalb freue ich mich, wenn ich im Lukasevangelium im zweiten Kapitel lese: „Ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm.“ Simeon. Jemand, der wartet und der sich vielleicht wirklich jeden Tag gefragt hat: ist es heute soweit? Und diese Wartezeit hat Simeon genutzt. Er war bereit, denn er wusste: es wird geschehen. Das merkt man in den weiteren Versen: als er den Hinweis bekommt, dass es soweit ist, geht er und trifft Jesus.
Außerdem wird über Simeon gesagt: er war gerecht und gottesfürchtig. Er hat also nicht in den Tag hineingelebt, sondern hat Gott und seine Gebote vor Augen und im Herzen gehabt.
Ich weiß nicht, ob ich noch zu Lebzeiten Jesus treffen werde. Aber ich will die mir gegebene Zeit nutzen, wie Gott es will. Dazu soll mir Simeon Ansporn sein.
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