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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Unerwarteter Segen

Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer zum Bibeltext 2. Samuel 9,1.

Und David sprach: Ist noch jemand übrig geblieben von dem Hause Sauls, dass ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonatans willen?

2.Samuel 9,1

Sind Sie schon einmal Nutznießer besonderer Vorteile aufgrund Ihres Namens geworden, oder wegen jemandem, der Ihnen nahesteht?

Einem Mann namens Mefi-Boschet ist das vor gut und gern 3.000 Jahren so ergangen. Sein Vater Jonatan war der beste Freund Davids gewesen.

Kurz der Hintergrund: Saul und der designierte Thronfolger Jonatan waren während eines Kriegs mit den Philistern umgekommen. Infolge dieser Ereignisse krönte man David im Stamm Juda zum neuen Herrscher. Wenige Jahre später würde er König über Gesamtisrael werden.

Eines Tages überlegt sich David: „Ist noch irgendjemand aus Sauls Familie am Leben? Ich will ihnen Gutes tun, wie ich es Jonatan versprochen habe.“ Das berichtet die Bibel im 2. Samuel 9, Vers 1 (NLB).

Anstatt die Nachkommen des gefallenen Königs auszulöschen und so möglichen Ansprüchen auf den Thron vorzubeugen, handelt David anders. Er erweist dem Sohn seines Freundes eine besondere Ehre, indem er ihn zu sich in den Palast holt und ihm einen Platz an der königlichen Tafel gibt.

Ich sehe in Davids Vorgehen zweierlei: Zum einen wertschätzt er seinen Freund Jonatan nachträglich. David löst ein Versprechen ein, das er Jonathan Jahre zuvor gegeben hatte. Zum anderen ist es ein großzügiges, unverdiente Geschenk an einen Menschen, der überhaupt keine Chance hatte, sich Davids Gunst zu erwerben

Ich frage mich: Gibt es jemanden in meinem Umfeld, dem ich etwas Gutes tun kann? Kennen Sie jemanden? Wie könnte „etwas Gutes tun“ aussehen?

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