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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Opfer bringen

Tobias Schier über Epheser 5, 1-4

So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört,[...]

Epheser 5,1-4

Opfer bringen

„Geht liebevoll miteinander um!“ Wenn ich den Satz lese, fühle ich mich in meine Teenie-Zeit zurückversetzt und höre dabei die Stimme meiner Mutter. Ich habe zwei Geschwister, und wir haben uns natürlich immer wieder wegen jeder Kleinigkeit gestritten.

Gebracht hat der mahnende Satz gar nichts. Wir haben deswegen jedenfalls nicht mit Streiten aufgehört. Trotzdem schreibt der Apostel Paulus diesen Satz an die Christen in Ephesus – und belässt es nicht dabei. Es folgt ein Beispiel für liebevollen Umgang, dass mich nicht unberührt zurücklässt.

„Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben, und dies war für Gott wie ein wohlriechendes Opfer, an dem er Freude hat.“ Liebevoll miteinander umgehen heißt: Opfer bringen. Über den eigenen Schatten springen, dem anderen den Vortritt lassen, sich selbst nicht das größte Stück Kuchen auf den Teller packen.

Gott hat seine Freude daran, wenn ich das Wohlergehen meines Nächsten im Blick habe und seinen Vorteil suche, statt meinen. Dabei ist es ganz egal, ob ich gut Freund mit dem anderen bin, ihn mag oder nicht. Der Nächste, die Nächste, das ist jeder und jede.

Niemand hat behauptet, es sei leicht zu lieben. Und doch ist es der Weg, den Gott in Jesus Christus gegangen ist. Als Christ möchte ich diesen Weg gehen, den er mir vorausgegangen ist. Auch wenn das immer wieder „stolpern, fallen und erneut aufstehen“ bedeutet.

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