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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Freiwillige vor!

Horst Kretschi über Jesaja 6,8.

Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!

Jesaja 6,8

Betretenes Schweigen und alle blicken unter sich. Eine typische Situation beim Elternabend, wenn der Elternbeirat gewählt werden soll. Wer will die Aufgabe übernehmen?  Gänzlich anders verhält sich der Prophet Jesaja in einer solchen Situation. Im Prophetenbuch Jesaja kann ich lesen: "Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!" (Jesaja 6,8)

Gott ist auf der Suche nach einem Menschen, der seine Botschaft weitergeben will. Im Fall des Jesaja war es nicht unbedingt eine gute oder schöne Botschaft. Das Volk der Israeliten hatte sich von Gott abgewendet und so geht es nun darum, die Israeliten wieder auf den richtigen Weg zurückzubringen. Dennoch will Jesaja die Aufgabe übernehmen. Denn er weiß, für wen er der Bote ist. Der höchsten Macht des Universums dient Jesaja. Daher fürchtet er sich nicht.

Menschen, die an Jesus Christus glauben, sind in einer ähnlichen Situation. Sie wissen, dass sie an die höchste Autorität dieser Welt glauben. Und Jesus ruft sie auf, seine Botschaft zu verbreiten. Im sogenannten Missionsbefehl am Ende des Matthäusevangeliums ist das nachzulesen. Jesus fragt nicht, wen er senden soll! Er gibt den Auftrag: Geht. Wenn ich das lese, blicke ich dann unter mich und schweige oder bin ich bereit, sein Bote zu sein? Das ist die Frage, die sich mir heute stellt, so wie Jesaja damals.

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