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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Zerrissener König - abgelöst durch Jesus

Andreas Odrich über 2. Samuel, 24, 18-25.

Und Gad kam zu David an jenem Tage und sprach zu ihm: Geh hinauf und errichte dem HERRN einen Altar auf der Tenne Araunas, des Jebusiters. Da ging David hinauf, wie Gad ihm gesagt und der HERR ihm geboten hatte. Und als Arauna aufschaute, sah er den König mit seinen Knechten zu ihm herüberkommen und ging hinaus und fiel nieder vor dem König auf sein Angesicht zur Erde[...]

2. Samuel 24,18-25

Aber der König sprach zu Arauna: Nicht doch, sondern ich will dir’s abkaufen für seinen Preis; denn ich will dem HERRN, meinem Gott, nicht Brandopfer darbringen, die ich umsonst habe. So kaufte David die Tenne und die Rinder für fünfzig Schekel Silber.

2. Samuel 24,24

David hat schwer gegen Gott gesündigt. Deshalb legt Gott dem König des biblischen Israel drei Strafen zur Auswahl vor: Sieben Jahre Hungersnot im Land, persönliche Verfolgung, oder die Pest für das ganze Volk. David wählt die Pest. Er hofft: gut abgeschirmt, wird er die Pest überleben.

Und so schickt Gott tatsächlich die Pest ins Land. Als diese vor den Toren der Hauptstadt Jerusalem anlangt, hakt Gott noch einmal nach: Willst du das wirklich, David?

David kommt zur Besinnung. Nach damaligem Recht kann David die Strafe mit einem Brandopfer stoppen. Ein Israelit Namens Arauna findet das gut und will David die nötigen Rinder dazu schenken. Doch David lehnt ab: er will die Tiere aus eigener Tasche bezahlen. Das ist er seinem Volk schuldig - und Gott.

König David: mal auf den eigenen Vorteil bedacht und dann wieder reuiger Sünder. Was für eine Zerrissenheit.

Aus dem Stamm Davids kommt 1.000 Jahre später Jesus, der Sohn Gottes. Anders als David ist Jesus sündlos. Jesus nimmt lieber alle Strafen und alle Schuld dieser Welt auf sich, als dass er andere darunter leiden lässt. Jesus zeigt damit: das ist das wahre Königtum. Dieser aufopferungsvollen Herrschaft können wir uns gerne anvertrauen. Sie bringt Licht ins Dunkel dieser zerrissenen Welt - und genau das feiern wir zu Weihnachten.

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