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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Hier ist kein Platz für mich!

Jens Kilian über Lukas 2,7.

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung* war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.[...]

Lukas 2,1-7

„Irgendwie passe ich hier nicht hin. Hier ist kein Platz für mich.“ Kennen Sie solche Gedanken? Vielleicht hat sich an ihrem Arbeitsplatz vieles geändert, was Ihnen Mühe macht. Oder Sie sind Sie umgezogen und fühlen sich fremd und einsam. Auch in unserer Gesellschaft ändert sich vieles so schnell, dass viele nicht mehr mitkommen können oder wollen. Und dann ist es ganz schnell da, dieses Gefühl: Hier ist kein Platz für mich. Aber… wo ist denn überhaupt ein Platz für mich und wie finde ich den?

Das Leben scheint eine einzige Suche nach dem richtigen Platz zu sein: Die Suche nach dem richtigen Ehepartner oder den richtigen Freunden, die Suche nach dem richtigen Wohnort oder dem richtigen Arbeitsplatz. Wohl dem, der fündig geworden ist. Aber oft ist das nicht so leicht. Manchmal zieht sich diese Suche über viele Jahre hin. Soll man deshalb verzweifeln oder gar platzen, weil scheinbar einfach kein Platz da ist?

Jesus platzt in unser Leben

Ich weiß nicht, ob es Sie tröstet, aber dem allmächtigen Gott, der jeden Platz dieser Welt geschaffen hat, dem ging es genauso. Als er in Jesus zur Welt kam und als Mensch geboren wurde, da war einfach kein Platz für ihn da. Im 2. Kapitel des Evangeliums nach Lukas steht in Vers 7: „Maria brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, denn im Gasthaus hatten sie keinen Platz bekommen.“

Und doch wusste Jesus, dass sein Platz genau hier ist: Bei uns Menschen, die wir so oft keinen Platz für ihn haben. Jesus möchte uns sagen, dass er einen Platz für uns hat: Bei ihm, in seiner Nähe.
Es ist viel leichter, in der Fremde unterwegs zu sein, wenn ich weiß, dass ich einen Platz habe, wo ich zuhause bin. Und wer sich von Gott angenommen weiß, muss an der Ablehnung der Menschen nicht mehr zerbrechen. Bei Gott ist ein Platz für mich, ich könnte platzen vor Freude!

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Kommentare (2)

Leopold H. /

Hallo Jens!
Ich finde deine Worte ermutigend.
Liebe Grüße,
Leo

Silvia B. /

Vielen Dank! Wie wahr und wie troestlich...