/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Ein pochendes Gewissen
Oliver Jeske über Epheser 5,15.
So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise,
Von klein auf war ich ein Kind mit einem ziemlich ausgeprägten Gewissen. Ich habe wenig ausgefressen. Mein Gewissen hat einfach zu stark gepocht. Im Rückblick hätte ich vielleicht manches entspannter sehen können.
Ich erzähle Ihnen das, weil diese Prägung über viele Jahre auch meine Beziehung zu Gott geprägt hat. Auch wenn es nicht das zentrale Thema der Bibel ist – Wir erfahren in der Bibel auch von Verhaltensweisen, die Gott nicht gefallen. Ich habe sie gelassen, so gut es mir möglich war. Und ich habe mir selbst Vorwürfe gemacht, wenn ich mal wieder meinen eigenen Vorstellungen eines vorbildlichen Christen nicht genügt habe.
Gott konnte doch auch nicht mir zufrieden sein, oder? Was für ein Irrtum! Schließlich ist Gott in Vorleistung gegangen, genau damit er mich trotz meiner Fehler lieben kann.
Der Apostel Paulus hat die Christen in Ephesus in einem Brief aufgefordert:
„Achtet also sorgfältig darauf,
wie ihr euer Leben führt:
Nicht voller Dummheit,
sondern voller Weisheit.“ (BasisBibel)
Statt eines schlechten Gewissens wünscht sich Gott Einsicht von mir.
Ich kann erkennen: Gott meint es gut mit mir. Seine Anweisungen für mich sind hilfreich und lebensspendend.
Und deshalb macht es Freude, nach Gottes Willen für mich zu fragen.
Ihr Kommentar
Kommentare (1)
Lieber Herr Jeske, das mit Ihrem ausgeprägten kindlichen Gewissen beruhigt mich außerordentlich. Mir geht es nämlich genauso. Und "alle" anderen sagen, daß wir natürlich als Kinder einiges … mehrausgefressen haben. Und ich frage mich dann, ob nur meine Erinnerung versagt. Aber anscheinend gibt es doch noch andere, die kaum mit kindlichen Schandtaten aufwarten können. Danke.