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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Was für ein Beispiel

Horst Kretschi über Lukas 10,33-34.

Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.

Lukas 10,33-34

Der barmherzige Samariter. Diese Geschichte kennen auch Menschen, die gewöhnlich nicht so gut mit der Bibel vertraut sind, obwohl sie aus der Bibel stammt. Der barmherzige Samariter kommt in einem Gleichnis vor, das Jesus erzählt. Auslöser ist die Frage eines Mannes, wer denn eigentlich zu den Menschen gehört, die er lieben und denen er Gutes tun soll. Denn das ist eins der wichtigsten Gebote, wie Jesus betont: „Liebe Deinen Nächsten – also Deinen Mitmenschen – wie Dich selbst.“

Jesus packt also das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus. Da ist ein Mensch auf der Reise zwischen zwei Orten überfallen und übel zugerichtet worden. Später kommen zwei Leute vorbei und helfen dem Verletzten nicht. Im Gleichnis heißt es weiter: „Dann kam einer der verachteten Samariter vorbei. Als er den Verletzten sah, hatte er Mitleid mit ihm. Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte.“

Für alle, die das Gleichnis damals gehört haben und heute hören, ist völlig klar, wer hier mitmenschlich gehandelt hat. Es war der Samariter, der einem fremden Menschen gegenüber Barmherzigkeit gezeigt hat. Mitmenschlichkeit ist eine Frage des Herzens und der Taten und nicht der schönen Worte und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.

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