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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Trennungsschmerz

Horst Kretschi über Johannes 16,20.

Jesus spricht: Eure Traurigkeit soll zur Freude werden.

Johannes 16,20

Trennungen sind in der Regel nichts Schönes. Sich verabschieden von einem vertrauten, auch geschätzten, vielleicht geliebten Menschen, womöglich für immer, das macht traurig. Ich persönlich hasse Abschiede. Ich habe es lieber, wenn sich Dinge nicht verändern. Die Logik, das Leben und die Zeit sprechen jedoch gegen diesen Wunsch. Nichts bleibt immer gleich. Dinge verändern sich zwangsläufig, weil die Zeit voranschreitet. Und dann ist eben einmal der Tag gekommen, an dem es heißt: Abschied nehmen.

Das Schicksal teile ich mit den Jüngern von Jesus vor knapp 2.000 Jahren: Auch die mussten sich nach drei Jahren intensiven Zusammenlebens von ihrem Lehrer verabschieden. Jesus selbst hat sie darauf vorbereitet. Hat davon gesprochen, dass er sie und diese Welt verlassen muss. Und dann sagt Jesus diesen Satz: „Ja, ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln.“

 Jesus erklärt den Jüngern dann, dass er sie verlassen wird, aber auch wieder auf diese Erde zurückkehren wird. Warum, wann und wie das geschehen wird, darüber kann er ihnen keine Auskunft geben. Aber an der eigentlichen Tatsache lässt er keinen Zweifel. Er wird wiederkommen, und die Trauer seiner Jünger wird sich in vollkomme Freude verwandeln.

Wenn ich in mein Leben schaue, verstehe ich, was Jesus meint. Wenn ich einen Menschen wiedertreffe, mit dem mich viel verbunden hat, dann erzeugt das eine riesige Freude in mir. Wie war das wohl dann erst bei den Jüngern damals und wie wird es sein, wenn Jesus auf diese Erde zurückkehrt.

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