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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Rubens guter Rat

Wolf-Dieter Kretschmer über 1. Mose 37,22.

Ruben sprach zu seinen Brüdern: Vergießt nicht Blut!

1. Mose 37,22

Heute werde ich an eine bedrückende Familiengeschichte erinnert. Das ausgesprochen dumme Verhalten eines Familienmitglieds verärgert alle anderen. Schließlich führt das zum offenen Hass gegen den Betreffenden. So ist es bei den Söhnen des Stammvaters Jakob. Joseph, der Lieblingssohn des alten Patriarchen macht sich mit arrogant klingenden Äußerungen sehr unbeliebt. Und weil er damit nicht aufhört, schlägt die Ablehnung seiner Brüder in offenen Hass um.

Die Möglichkeit zur Rache lässt nicht lange auf sich warten. Schnell ist ein Plan geschmiedet. Joseph soll umgebracht werden. Die Bibel berichtet davon, dass Rubens Gewissen in diesem Moment anschlägt. Im 1. Buch Mose 37, Vers 22 heißt es: Ruben sprach zu seinen Brüdern: Vergießt nicht Blut!“

Gott sei Dank, möchte ich sagen. Aus der historischen Sicht weiß ich, dass die Ermordung von Joseph schlimmste Folgen für die gesamte Großfamilie gehabt hätte. Denn ausgerechnet Joseph, den alle hassen, wird später von Gott dazu eingesetzt, seine Familie und viele andere Menschen in diesem Teil der Welt vor dem Hungertod zu retten.

Was nehme ich aus dieser Begebenheit mit? Erstens. Es kommt bis heute immer wieder vor, dass ein Konflikt eskaliert und mit der Zeit außer Kontrolle gerät. Passt man nicht auf, kann es zum Bruch kommen. Schlimme Verletzungen auf beiden Seiten sind die Folge. Zweitens. Gut, wenn es dann wenigstens einen wie Ruben gibt, der zur Besonnenheit mahnt.

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