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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wir schaffen das!

Hans Wagner über Jeremia 11,20.

Aber du, HERR Zebaoth, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst, lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Sache befohlen.

Jeremia 11,20

Alle Menschen sind anders. Das merkt man schon in den ersten Lebensjahren, im Kindergarten oder auch in der Schule. Sehr schnell zeigt sich, ob das Kind ein Grundvertrauen mit auf den Weg bekommen hat, oder ob jeder Schritt ins Leben neu und manchmal auch hart erarbeitet werden muss. Selbst als Erwachsener ist man damit oft noch lange nicht fertig.

Was für ein Typ bin ich geworden? Mutig? Ängstlich? Kämpfer? Mitläufer? Unsere heutige Gesellschaft erwartet vor allem eins: Selbstständigkeit! Selbst denken, selbst entscheiden, selbst handeln. Stark sein!  Egal, ob es privat oder im Berufsleben ist: Kämpfe! Doch wie lange reicht meine Kraft? Und stimmt es wirklich: Ich muss alles alleine schaffen?

Der Prophet Jeremia im Alten Testament hatte in seinem Leben viel zu kämpfen. Er musste oft als exemplarisches Beispiel herhalten, nur um dem Volk Israel das Versagen vor Augen zu führen. Das war nicht ungefährlich für ihn. Ich habe ihn eigentlich schon immer bedauert. Aber auch bewundert. Denn er kommt zum Beispiel in einer Situation, in der er Schutz brauchte, zu der klaren Ansage an Gott: „Dir habe ich meine Sache anbefohlen!“, Jeremia 11, 20.

Wie einfach – und doch so schwer. Ich muss plötzlich doch nicht mehr selbst kämpfen, kann schwach sein, loslassen. Vertrauen? Völlig entgegengesetzt aller Prägung oder gesellschaftlichen Erwartungen? Ich übe das noch, immer wieder. Gelingt Ihnen das?

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Kommentare (1)

Christa H. /

Lieber Herr Wagner,
ich versuche, gottvertrauend zu denken und zu handeln. Ich bin noch nicht allzu lange damit unterwegs. In Gesprächen sage ich öfter "man hofft", um dem Gespräch eine positive Wendung zu geben.