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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Von Heerscharen und Äpfeln

Tobias Schier über Sacharja 12, 2.

So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.

Sacharja 2,12

Neulich sagt meine Frau zu unserem Sohn: Hab Acht auf deine Schwester, wie auf deinen Augapfel. Damit hat sie eine gängige deutsche Redewendung benutzt. Der Augapfel steht hier für etwas, dass sehr wertvoll ist. So muss das Auge als empfindliches Organ besonders geschützt werden.

Soweit der biologische Aspekt. Es gibt aber noch einen biblischen, denn: Wie so manche Redewendung entstammt auch diese der Bibel. Sie findet sich zum Beispiel im Buch des Propheten Sacharja, der um 518 v. Chr. gewirkt hat. Dort im 2. Kapitel.

Sacharja sagt zum Volk Israel: So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.“ (GNB) Gott hat das Volk Israel vor langer Zeit als sein Volk ausgewählt. Nach jahrzehntelanger Gefangenschaft in Babylon fordert der Prophet das Volk auf, heimzukehren. Nicht gerade ungefährlich. Von Babylon bis nach Jerusalem waren es gut 800 Kilometer. Zu Fuß braucht man dafür locker 30 Tage. Da kann viel passieren.

Aber genau deswegen ist so wichtig, von wem die Aufforderung kommt: Vom Herrn Zebaoth, was so viel heißt wie „Herr der Heerscharen“. Die Heerscharen des Himmels hören auf seine Stimme, und wenn Gott sagt, macht euch auf den Weg, dann ist dem Volk der Schutz dieser Heerscharen gewiss. Schließlich sind sie sein auserwähltes Volk, das er hütet wie seinen Augapfel.

Vielleicht hat Gott Sie aufgefordert sich auf den Weg zu machen und Sie haben Angst. Vielleicht sind Sie in einer Situation, in der Sie jemanden brauchen, der für Sie kämpft. Vielleicht haben Sie sich schon immer gefragt, ob Sie Gott eigentlich wichtig sind.

Der Herr der Heerscharen ist bereit auf Sie aufzupassen, wie auf seinen Augapfel.

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Kommentare (4)

Vera /

Ja, also das ist ja alles sehr interessant. Aber wie der Satz nun wirklich heißt, bleibt im Dunkeln. Gibt es da keinen Bibelwissenschaftler, der dies klären kann?

Wilfried F. /

in meiner Luther-Bibel heißt es:
"So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an."
(nicht: seinen)

Heidelinde B. /

Freut mich, dass ihr dieses Medium nutzt um das Evangelium bekannt zu machen. LG Heidi

Sabine /

Vielen Dank für Ihren wunderbaren Anstoß, der mir direkt ins Herz spricht, Herr Schier.