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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Versprochen ist versprochen

Wolf-Dieter Kretschmer über Hesekiel 28,25.

Wenn ich das Haus Israel sammle aus den Völkern, unter die sie zerstreut worden sind, werde ich mich an ihnen als heilig erweisen vor den Augen der Nationen.

Hesekiel 28,25

Es gibt Umstände, unter denen erscheint jeder Versuch zwecklos, dass ich mich gegen die Realitäten stemme. Zu überwältigend ist das, was sich mir entgegenstellt. Die längste Zeit meiner Kindheit und Jugend war beispielsweise die deutsche Teilung eine solche Tatsache. Angesichts von zwei bis an die Zähne bewaffneten Militärbündnissen stand es außer Frage an irgendetwas anderes zu denken als an den Fortbestand der Verhältnisse. Und dann kam der November 1989. Mit ihm wurden scheinbar unumstößliche Fakten einfach abgeräumt. Knapp ein Jahr später feierte Deutschland seine Wiedervereinigung.

Von einer ähnlich gewaltigen Veränderung spricht der Prophet Hesekiel im 6. vorchristlichen Jahrhundert. Im Buch Hesekiel Kapitel 28 richtet der Prophet die folgenden Zusage Gottes aus:

„Wenn ich das Haus Israel sammle aus den Völkern, unter die sie zerstreut worden sind, werde ich mich an ihnen als heilig erweisen vor den Augen der Nationen“ (Hesekiel 28, Vers 25).

Diese Prophetie kann in zwei Richtungen gedeutet werden. Zum einen kann damit die Rückkehr Israels aus dem babylonischen Exil gemeint sein. Ebenso lassen sich die prophetischen Worte Hesekiels auf die Rückkehr der Juden ins Heilige Land und auf die Gründung des modernen Staats Israel nach dem 2. Weltkrieg beziehen.

In beiden Fällen wird mir eines deutlich: Egal, wie überwältigend die sogenannten Realitäten sein mögen – wenn Gott Zusagen macht, dann hält er diese auch. Das will ich mir heute vor Augen halten.

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