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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Hoffnung für Geflüchtete

Andreas Odrich über Jesaja 49,13

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.

Jesaja 49,13

Heimatvertrieben und nirgendwo auf der Welt willkommen. Das ist das Schicksal von Geflüchteten. Rund 90 Millionen Menschen weltweit zählt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, derzeit.

Leider ist dies alles nicht neu. Auch das Volk Israel steckt vor 2.700 Jahren in einer ähnlichen Situation. In diese Situation hinein spricht der Prophet Jesaja ein Wort, das geradezu weltfremd erscheint. Mehr noch, es wirkt wie  eine Zumutung für all die, die als Geflüchtete wortwörtlich im Dreck hocken:

„Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.“

Wie bitte, ist der Mann noch bei Trost? Ja, er ist es. Wenigstens einen muss es doch geben, der die Hoffnung nicht aufgibt, wenigstens einen, der sein Gottvertrauen behält. Weil auch ein noch so kleiner Hoffnungsfunke die Überlebenschance größer macht, und blanke Resignation den Tod bringt. Eines Tages wird das Volk wieder zurückfinden, eines Tages wird es wieder in Ruhe und Frieden leben, darauf schwört Jesaja die Menschen ein.

Und heute: Ich selbst muss nicht Zuschauer bleiben. Ich selbst bin eingeladen, etwas zu tun. Jedes Gebet zählt, jede Handreichung, jede Spende. Gott will, dass alle Menschen ein Zuhause haben, und alle Menschen jauchzen können. Mir gibt das Hoffnung.

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Kommentare (1)

Christoph D. /

Spannend, das Wort "damals" fehlt im geschriebenen Text. Herr Odrich spricht so:
... darauf schwört Jesaja die Menschen damals ein.
Abgesehen davon, dass Jesaja die Prophezeihung der jüdischen mehr