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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Güte statt gefallen wollen

Oliver Jeske über Titus 3,4-5.

Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist.

Titus 3,4–5

In der Schule war ich irgendwie gut darin, meinen Lehrern zu gefallen. Ich konnte schon immer reden und argumentieren. Auf diese Weise habe ich die ein- oder andere mittelmäßige Leistung ausgeglichen.

Irgendwie habe ich dieses Verhalten auf meine Beziehung zu Gott übertragen. Klar, warum sollte ich ihm nicht gefallen wollen? Das Problem dabei: Wer sich bei Gott beliebt machen will und entsprechend anstrengt, der fühlt sich schnell ein bisschen besser als die anderen. Bei mir jedenfalls war das insgeheim der Fall.

Der Apostel Paulus schrieb vor 2.000 Jahren an seinen Mitarbeiter Titus über eine viel bessere Motivation, Gutes zu tun:

Als die Güte und die Menschenfreundlichkeit Gottes, unseres Retters, erschien, hat er uns seine Barmherzigkeit geschenkt und uns gerettet. Wir selbst hatten ja keine Taten vollbracht, mit denen wir uns rechtfertigen konnten.

Die Güte und Barmherzigkeit Gottes, seine Freundlichkeit zu allen Menschen ist es, die auch mich bestimmen sollte. Das ist viel sozialer und bedient nicht meinen Egotrip. Ich brauche Gott nichts beweisen. Aber ich kann durch mein Verhalten ein Hinweis sein auf diesen den Menschen zugewandten Gott.

Sollte mir gerade einer meiner früheren Lehrer zuhören: Ich entschuldige mich, dass mein Verhalten vielleicht manchmal etwas berechnend war.  Ihnen und allen anderen wünsche ich, dass Sie heute die Menschenfreundlichkeit Gottes aus vollem Herzen genießen können.

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Kommentare (1)

Günther D. /

Freundlicher Hinweis: Bei der Wiedergabe der Bibelstelle muss es am Ende heißen: »im Heiligen Geist«.