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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein eigenartig klingender Wunsch

Wolf-Dieter Kretschmer über Jeremia 31,18.

Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, HERR, bist mein Gott!

Jeremia 31,18

Dem Propheten Jeremia war eine schwere Aufgabe aufgetragen worden. Er musste Gottes Botschaft in eine Gesellschaft hineintragen, die desinteressiert war. Es war eine Zeit, in der die traditionelle Religion Hochkonjunktur hatte, aber der im Alltag gelebte Glaube bedeutungslos geworden war.

In diese gesellschaftliche Großwetterlage hinein hatte Jeremia immer wieder vor dem Gericht Gottes gewarnt. Und er hatte miterleben müssen, dass viele seine Botschaft in den Wind schlugen.

Gott ließ durch Jeremia aber nicht nur Gericht ankündigen. Wenn die Menschen zu Gott umkehren, wird er sich ihnen wohlwollend zuwenden, offenbarte ihm Gott.

Das ist der Hintergrund zu dem Vers, um den es mir heute geht. Er ist zu finden im Kapitel 31 des nach Jeremia benannten Buchs. Dort lese ich folgende Worte:

Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, HERR, bist mein Gott! (Jeremia 31, Vers 18)

Was Jeremia auf dem Herzen liegt, ist folgender Wunsch: Gott, löse bitte in mir das aus, was zu meiner Umkehr führt und mich in deinem Sinn verändert.

Ob Jeremia damit auch der Erkenntnis Rechnung trägt, dass eine Umkehr, die allein von mir ausgeht, nicht nachhaltig ist?

Ich will in gleicher Weise mich durch Jesus Christus an Gott wenden und ihn bitten, in mir Veränderung anzustoßen.

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