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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gott im Blick

Tobias Schier über 1. Samuel 30, 6.

Gott sei Dank war ich noch nie in einer solchen Situation! –Das war mein erster Gedanke, als ich im 1. Buch Samuel folgende Verse über den israelischen König David gelesen habe: „David geriet in große Bedrängnis, weil das Volk ihn steinigen wollte; denn die Seele des ganzen Volks war erbittert.“ Eine größere Bedrängnis kann ich mir gar nicht vorstellen! Ein ganzes Volk ist gegen mich und will mich zu Tode steinigen. Was würde ich tun? Ich würde anfangen zu diskutieren, mich zu entschuldigen und wenn es sein muss auf die Knie fallen und um mein Leben betteln. Und ich hätte vor allem Todesangst!

Vielleicht hatte David ganz ähnliche Gedanken. Aber davon berichtet die Bibel nicht. Dafür kann ich nachlesen, was er am Ende tatsächlich getan hat: „David stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott.“ Das heißt, David schaute nicht auf das Volk mit den Steinen in der Hand. Er schaute bewusst weg von seinen aufgebrachten Volksgenossen und hin auf Gott. Weg von Tausenden auf den Einen. Er wusste: Dieser eine war mächtiger als alle anderen zusammengenommen. Der Blick auf seinen mächtigen Gott stärkte ihn nicht nur. David konnte kühlen Kopf bewahren, weise Entscheidungen treffen und das Ruder herumreißen. Am Ende steinigte das Volk David nicht, und David rettete mit der Hilfe Gottes alle.

Worauf schaue ich, wenn mir Gefahr droht? Wenn mein Job, meine Gesundheit, mein Besitz, mein Leben in Gefahr ist? Schaue ich auf die Gefahrenquelle oder auf denjenigen, mit dessen Hilfe ich die Gefahr bannen kann?

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Kommentare (2)

Dorothea R. /

Herzlichen Dank. Immer wieder zu Gott aufsehen, anstatt auf die Schwierigkeiten: eine lebenslange Aufgabe! Immer wieder auf Gott vertrauen: eine lebendige Beziehung.

Christina M. z. B. /

Vielen Dank!