Navigation überspringen

/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Hoch auf die Freiheit!

Oliver Jeske über Galater 5,1.

Meine Frau ist im Osten Deutschlands aufgewachsen. Ein halbes Jahr vor dem Mauerfall ist sie legal mit ihren Eltern aus der DDR ausgereist. Freiheit ist für sie ein hohes Gut.

Auch ich schätze Freiheit. Ich bin im Westen Deutschlands geboren, also in einer freiheitlichen Demokratie. Doch daraus automatisch zu schließen, dass ich mehr Freiheit genossen habe als meine Frau: Das greift zu kurz. Ja, natürlich hatte ich von Anfang an mehr Reisefreiheit. Ich hatte die Freiheit, meine Meinung zu äußern. Und ich musste dafür fast nie negative Konsequenzen erwarten.

Doch im Gegensatz zu mir ist meine Frau seit ihrer Kindheit mit dem Glauben an den lebendigen Jesus Christus aufgewachsen. Das hat ihr mehr Freiheit gegeben, über manchen Dingen zu stehen. Aus meiner Sicht kommt sie bis heute mit manchem Verzicht besser klar als ich.

Sie hat früher gelernt als ich: Jesus möchte uns von unserer eigenen Selbstbezogenheit befreien. Aus Gottes Sicht ist Egoismus ein viel größeres Problem als fehlende äußere Freiheit.

Der Apostel Paulus hat das in einem Brief an die Christen in Galatien, der heutigen Gegend um Ankara, so ausgedrückt:

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit.“ (Galater 5,1)

Das heißt: Es liegt in meiner Verantwortung, mit diesem Geschenk sorgsam umzugehen. Freiheit zur Pflege meines Egos: Das ist streng genommen pervers. Denn damit gebe ich meine Freiheit sofort wieder auf.

Vielmehr will Gott Sie und mich frei machen zu einem Leben für ihn, für andere. Das macht mich ein Stück weit frei von mir selbst. Und das zu erleben, ist wahres Glück! Ein Hoch auf die Freiheit!

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Kommentare (1)

Michael F. /

Dankeschön für auch diesen guten Impuls.