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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Sammelleidenschaft

Ellen Hörder-Knop über Jeremia 31,10.

Der Israel zerstreut hat, der wird’s auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.

Jeremia 31,10

76 Prozent der Befragten einer Online-Studie geben an, dass sie eine Sammelleidenschaft haben. An oberster Stelle stehen Souvenirs, gefolgt von Münzen und Büchern. Sogar der Gartenzwerg hat in dieser Umfrage seinen Platz als Sammelobjekt gefunden.

Die Befragten lassen sich ihre Leidenschaft fürs Sammeln etwas kosten. Für ein echtes Liebhaberstück scheint kein Preis zu hoch. So hat schon manches verloren gemeinte Teil wieder einen sicheren Platz bei einem Liebhaber gefunden.

Schon vor 2.600 Jahren spricht der Prophet Jeremia von der Sammelleidenschaft Gottes. In dem biblischen Buch, das seinen Namen trägt, in Jeremia Kapitel 31 Vers 10, heißt es:

„Der Israel zerstreut hat, der wird`s auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.“

Ein großer Teil des Volkes Israel lebte, von seinen Feinden verschleppt, fern der Heimat und zerstreut im Zweistromland, dem heutigen Irak - mit unerfüllten Hoffnungen, leidvollen Erfahrungen und der Sehnsucht nach Frieden. An dem, was den Israeliten das Herz bricht, zeigt Jeremia, wofür Gottes Herz schlägt.

Mit Liebe und Leidenschaft macht Gott sich auf die Suche, sein Volk wieder zu sammeln. Hat er es gefunden, dann wird er es hegen und pflegen wie ein Hirte seine Schafe.

Gott hat sich seine Sammelleidenschaft etwas kosten lassen. Dafür hat er das Kostbarste gegeben, was er hatte: seinen Sohn Jesus Christus. Mit seinem Tod am Kreuz hat er auch für mich bezahlt. Das bin ich ihm wert. Als mein Schöpfer und Liebhaber will er mich in seiner Sammlung dabeihaben. Und da habe ich einen sicheren Platz. Heute und für alle Zeiten.

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