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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gib deiner Seele einen Schubs

Ulrike Schild über Psalm 108,2.

Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele!

Psalm 108,2

Wir sehen sie nicht und sie ist auch nicht leicht zu begreifen. Und doch regt sie sich in uns jeden Tag: Die Seele. In unserer Sprache ist sie eigentlich ganz selbstverständlich zu Hause. Auch, wenn sie schwer zu fassen und zu beschreiben ist, kommt das Wort Seele gar nicht so selten vor. Wenn wir uns etwas von der Seele reden oder uns etwas schwer auf der Seele liegt oder wenn wir die Seele grade mal haben baumeln lassen.

Die Seele ist so etwas wie unsere Innenausstattung. Sie bildet das Herzstück des menschlichen Charakters. Sie wirkt wie ein inneres Pendel, das unsere Psyche und den Körper ausbalanciert, wenn sie ins Ungleichgewicht geraten ist. Der Psalmschreiber und König David redet sogar mit seiner Seele. „Was betrübst du dich meine Seele und bist so unruhig in mir. Harre auf Gott!“

Und dieser Satz stammt auch von ihm: „Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen! Wach auf, meine Seele!“ Psalm 108,2.

Anscheinend hält er es für nötig, der Seele öfters mal einen Ruck oder einen Schubs zu geben. Sie aus dem Tiefschlaf zu holen. Sie zu motivieren, sich dem Schöpfer wieder zuzuwenden.

David hat diesen Vers in einer politisch heiklen Situation geschrieben: Es gab kriegerische Sticheleien der Nachbarvölker, die zu eskalieren drohten. Deshalb breitet David diese strategisch schwierige Lage in allen Einzelheiten vor Gott aus. Er richtet sein Herz und seine Seele auf Gott aus. Das gibt ihm Trost und Halt. 

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