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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Prioritäten setzen

Wolf-Dieter Kretschmer über Haggai 2,4.

Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch.

Haggai 2,4

Es ist ein großes Projekt für die Heimkehrer aus dem persischen Reich. Gefühlt sogar ein überwältigendes. Es geht darum, den Jerusalemer Tempel wieder zu errichten. Der war vor 70 Jahren vom babylonischen König Nebukadnezar zusammen mit der gesamten Stadt zerstört worden. Damals, als die Juden nach dem großen Krieg in die Verbannung verschleppt wurden.

Aber das ist lange her. Inzwischen ist Leben ins zerstörte Jerusalem zurückgekehrt.

Man hat sich arrangiert und es sogar zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Das bedeutet aber nicht, dass jetzt alles gut ist. Im Gegenteil. Der Prophet Haggai legt seinen Finger in die Wunde: Ihr wohnt in getäfelten Häusern, kritisiert er seine Zuhörer. Aber für das Haus Gottes habt ihr wenig übrig. Das liegt noch immer in Trümmern.

Diese Kritik nehmen sich einige zu Herzen. Allen voran der Statthalter Serubbabel und Jeschua, der Sohn des amtierenden Hohepriesters. Sie machen sich an die Arbeit und das wird von Gott bestätigt. Im Buch des Propheten Haggai heißt es:

Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch. (Haggai 2,4)

Die Botschaft ist einfach: Wenn die Prioritäten stimmen, dann segne ich euer Händewerk, sagt Gott.

Das passt zu einem Wort von Jesus. Der hat es so formuliert: Trachtet zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, so wir euch all das zufallen. Matthäus 6,33. 

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Kommentare

Astrid /

In der Küche meiner Oma hing der Spruch "Arbeite nur, die Freude kommt von selbst"
Das kann ich nur bestätigen, denn nach getaner Arbeit, freut man sich über das Ergebnis.
Bei meiner Arbeit als Hilfe für Senioren oder kranke Menschen bereite ich Freude und habe selber Freude. Vor allem wenn ich mit den Menschen über Gott sprechen kann.