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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Kirschkuchen mit Horizonterweiterung

Andreas Odrich über Psalm 106,1.

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Psalm 106,1

Die Kaffeetafel biegt sich, selbst gebackene Kuchen und Torten so weit das Auge reicht. Das Gemeindefest kann beginnen. Zunächst aber soll ja noch ein Dank her, an die, die alles vorbereitet haben, und an Gott natürlich, der uns dieses Fest ermöglicht.

Es wird angestimmt: "Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich." Der erste Vers aus Psalm 106 als Lied. Ein Blick in die Bibel lohnt. Denn dort geht es um viel mehr als um eine nett gedeckte Kaffeetafel. Gott befreit sein Volk, die Israeliten, aus der ägyptischen Sklaverei. Mit Sack und Pack fliehen sie, Alte, Junge und alles, was noch halbwegs krauchen kann, und Gott ist mit ihnen, und teilt sogar das Rote Meer.

Bin ich mir dessen bewusst, während ich vor Oma Elses Kirschkuchen sitze? Sicher, ich muss deshalb kein schlechtes Gewissen haben, ich darf genießen. Aber es ist wichtig, sich trotzdem an die Flucht des Volkes Gottes aus Ägypten zu erinnern, denn die Bilder von damals sind auch die Bilder von heute. Über 82 Millionen Menschen waren im Jahr 2020 laut UN-Flüchtlingshilfswerk auf der Flucht. Da ist es gut, wenn Christen sich einsetzen für Geflüchtete, wenn sie eintreten für ein menschenwürdiges Dasein anderer. Auch von der heimischen Kaffeetafel aus kann man einen weiten Horizont haben und einen Blick für die Not anderer. Gut, dass dieses Danklied daran erinnert.

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