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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Freiheit

Ulrike Schild über Kolosser 1,14.

In Jesus Christus haben wir die Erlösung, nämlich die Vergebung der Sünden.

Kolosser 1,14

Das mag mein Nachbar gar nicht, wenn man in der Kirche immer von Sünde und Schuld redet. „Das macht einen ja kirre,“ sagt er. „Den Menschen immer ein schlechtes Gewissen einreden. Immer diese Schuldzuweisungen. Er fühle sich ganz frei von alledem.“  Im Gespräch mit ihm ist mir der Satz eingefallen, den ich kürzlich gelesen habe: „Schuld kann vergeben werden und das ist der tiefste Urgrund christlicher Freiheit“. Dieser Satz hat‘s mir angetan.

Da tut sich nämlich für mich ein ganz anderes Bild auf. Nämlich nicht, dass man immer auf der Schuld des Menschen rumhackt, sondern die Freiheit spürt, die Gott uns durch seinen Sohn Jesus anbietet – nämlich die Vergebung der Schuld und Sünde.

Auch wenn mein Nachbar überhaupt kein Schuldbewusstsein empfindet. Jeden Morgen, wenn ich die Zeitung lese oder die Nachrichten hören, erfahren ich doch wieder aufs Neue, dass wir nicht in einer heilen Welt leben. Elend, Not, Schmerz und Ungerechtigkeit schreien doch zum Himmel. Wir alle sind in eine Welt hineingeboren worden, die nicht in Ordnung ist.

Und ich entdecke auch in mir vieles, was nicht in Ordnung ist. Auch meine kleine Welt ist nicht heil. Sünde ist letztlich nichts anderes als die zerstörte Beziehung des Menschen zu Gott. Und das ist nun mal passiert. Aus der Nummer kommen wir Menschen allein nicht raus.

Wie gut, dass Gott uns – mit sich selbst versöhnt hat. Dazu hat er einen außergewöhnlichen Weg gewählt. Nämlich - das Sterben seines Sohnes Jesus Christus. Er hat meine und Ihre und die Schuld der ganzen Welt durch sein Sterben am Kreuz auf sich genommen.

Gott sieht unsere Sünde und unsere Schuld nicht mehr, weil er auf Sie und mich durch den makellosen und perfekten Jesus schaut. Er selbst ist der tiefste Urgrund christlicher Freiheit. Auf ihn sollten wir uns einlassen.

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Kommentare

Sabine /

Guten Morgen Frau Schild, und vielen Dank für Ihre guten Gedanken am Wochenbeginn.