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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Bis in den letzten Winkel

Markus Baum über Psalm 65,6.

Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer.

Psalm 65,6

Der christliche Glaube wurzelt im jüdischen Glauben, und der war ursprünglich in einem Landstrich am östlichen Mittelmeer verortet. Das Volk Israel ist in diesem Land vor etwa 3,5 tausend Jahren heimisch geworden. Dieses Volk Israel war durchaus selbstbewusst, aber nicht nur auf sich selbst fixiert. Man wusste schon, dass es hinter dem Horizont noch weitergeht. Die damals bekannte Welt reichte bis Indien– und bis nach Gibraltar, und der Westküste Afrikas waren noch ein paar Inseln vorgelagert, das hatte sich um das Jahr 1.000 vor Christus auch schon herumgesprochen.   

Wenn also der musikalische König David um diese Zeit in einem seiner Lieder von Gott behauptet: „Dir vertrauen die fernsten Länder der Erde und die Inseln im weiten Meer“, dann dachte er möglicherweise schon an die Kanaren, die gerade von phönizischen Seefahrern entdeckt worden waren. David hatte natürlich noch keine wirkliche Vorstellung von diesen Inseln, aber er hatte bereits ziemlich konkrete Erfahrungen mit Gott gemacht. David hat Gottes Macht in seinem eigenen Leben und im Schicksal seines Volkes erlebt, und er ahnte, dass sich diese Macht auf die ganze Welt erstrecken muss. Aber dass „die fernsten Länder der Erde und die Inseln im weiten Meer“ auf den Gott Israels vertrauen, dass sie ihre Hoffnung auf diesen Gott setzen – das war zu Davids Zeiten noch Zukunftsmusik. War im wahrsten Sinn des Wortes weise Voraussicht.

Denn heute wird der Gott, dem David vertraut hat, tatsächlich überall auf der Welt verehrt. Man kann Gott in den entlegensten Winkeln dieses Planeten begegnen – und wird überall auf Menschen treffen, die diesem Gott vertrauen.  

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Kommentare

Irene E. /

Hallo liebes ERF-Team,
danke für eure wertvollen Beiträge, z. B. das Wort zum Tag oder den Anstoß.
Gottes Segen weiterhin für euer Tun,
herzlich
Irene E.